WLAN Karten
Die Übermittlung von digitalisierten Daten, wie dies beispielsweise per WLAN Karten möglich ist, ist vielleicht die wichtigste Revolution in der Entwicklungsgeschichte der
Computer, wenn man mal von der Erfindung des Elektronengehirns selbst und vom erfolgreichen Downsizing der Prozessoren auf Mikrochip-Größe absieht. Denn der Wesenszug des Computers ist die fast unbegrenzte und universelle Nutzbarkeit von Daten. Waren dafür anfänglich noch Rechenzentren in Turnhallengröße notwendig, um überhaupt Daten speichern zu können, so reichen heute handliche Gerätschaften á la
iPod,
iPhone und
iPad, um an weltweit gespeicherte Informationen heranzukommen. Diese Daten allerdings, und das wird gern mal beim Blick in den formschönen Handheld vergessen, sind mittlerweile zu einer solchen Masse herangewachsen, dass heute
Festplatten wieder rund um den Globus Turnhallen füllen. Dieser riesige und stetig wachsende Bedarf an Speicherkapazitäten mitsamt der steuernden und verbindenden
Hardware (
Netzwerkgeräte) steht per WLAN, also
Wireless LAN (Drahtlose Netzwerkverbindung), fast überall zur Verfügung. Wie sehr diese Entwicklung den Markt verändert hat, zeigt der Boom der
Notebooks. Lange Zeit waren Notebooks gegenüber ihren stationären Kollegen etwas langsamer, etwas weniger leistungsfähig und etwas teurer. Gleichzeitig aber mussten sie für eine brauchbare Verbindung ins Netzwerk an eine Strippe, womit sie ihre Mobilität aufgegeben haben. Erst der breite Einsatz der Funkverbindung zum World Wide Web gab den Notebooks den entscheidenden Auftrieb. Inzwischen sind die mobilen Rechner weitaus erfolgreicher. Der nächste Schritt ist bereits in Angriff genommen: Zunehmend mehr Mobilgeräte wie etwa Handys oder Nettops übernehmen die wichtigsten Aufgaben eines Computers, die auch unterwegs gefragt sind. Obwohl verschiedene Wege eingeschlagen werden, läuft offensichtlich alles auf dasselbe Ziel hinaus. Gesucht wird der praktische Datenspeicher für unterwegs, mit dem man telefonieren, Musik hören, Filme anschauen, spielen und rechnen, schreiben und lesen, im Internet surfen usw. kann und der einem auch noch exakt sagt, wo man sich zu welchem Zeitpunkt befindet. Die unterschiedlichen Größen der Lösungsvorschläge (vom Handy über iPad, Nettop usw. bis zum großen Notebook) orientieren sich meist an der Frage, ob zu Hause (oder am Arbeitsplatz) noch ein gewöhnlicher Rechner genutzt wird. Solange das in der Hand versteckbare Handy noch nicht als lichtstarker Beamer auftreten und mit winzigen Lautsprechern einen Konzertsaal imitieren kann, so wird es in vielen Fällen noch mehrere Varianten geben. WLAN Karten sind auf jeden Fall der Schritt in die richtige Richtung, wenn es um universellen Zugang zum Internet geht.
Sind WLAN Karten noch Karten?
Diese scheinbar absurde Frage lässt sich mit einem klaren Jein beantworten. Mit dem Begriff Karten wurden (und werden oft noch) Steckkarten für die interne Nutzung in einem Computer benannt. Solche Sound-, Grafik- oder sonst-wie-Karten lassen sich auf dem Motherboard aufstecken. Das Anschlussfeld kann ggf. als Teil der Rückwand herausgeführt werden. In diesem Sinne unterscheiden sich WLAN Karten beispielsweise von WLAN Sticks für den USB-Anschluss oder externen Routern. Immer häufiger verwenden allerdings diverse Hersteller auch in diesen Fällen den Begriff WLAN Card. Genau genommen handelt es sich dabei jedoch nicht um WLAN Karten, sondern zum Beispiel um
WLAN Adapter.
Was WLAN Karten mit WiFi zu tun haben
WiFi ist gleichzeitig ein Markenname und ein Produktname. Dieses an Hi-Fi (High Fidelity) erinnernde Kunstwort steht nicht für irgendeine tiefergehende Bedeutung wir etwa Wireless Fidelity. Das Konsortium Wi-Fi Alliance umfasst rund 300 Unternehmen wie beispielsweise
Apple und
Hewlett Packard sowie
IBM,
Intel und
Microsoft. Diese Organisation beschloss die Einführung des IEEE-Standards 802.11i (WPA bzw.WPA 2; Wi-Fi Protect Access; begrifflich nicht zu verwechseln mit WAP = Wireless
AccessPoints, auch wenn es inhaltlich nicht weit auseinander ist) und sorgte damit für eine einheitliche Verschlüsselungstechnik bei Funkschnittstellen.
Marktübersicht
Wie so oft kamen die WLAN Karten, ob als Karte für den internen Verbau oder als Adapter, anfänglich zu horrenden Preisen auf den Markt. Inzwischen sind preiswerte Modelle zu haben, die eigentlich keinen Grund mehr bieten, darauf zu verzichten.
Techsolo oder
Belkin offerieren sehr günstige Einstiegsmodelle. Ähnliches gilt auch für
Netgear oder
Koenig. Den High-End- und Profi-Bereich beliefert dagegen
Bintec.