Trackballs
Trackballs wurden gut 10 Jahre nach den Computermäusen entwickelt, die Mitte der 1960er Jahre als X-Y-Positionsanzeigen für Bildschirmsysteme auf die Welt kamen. Xerox setzte die Forschungsarbeit fort und 1973, mit der ersten grafischen Benutzeroberfläche, wurde auch die Verwendung der Maus interessanter. Erst 1984 konnte Apple mit dem Macintosh den Siegeszug der Computermaus einleiten. Etwa gleichzeitig versuchten sich die ersten Notebooks auf dem Markt. Auch sie verwendeten ein Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche, für die eine Cursor- bzw. Mauszeiger-Bedienung notwendig wurde. Um dem kompakten Laptop (auch wenn die ersten Typen noch eher ein Schlepptop waren) nicht eine externe Maus aufzubürden, wurde der Trackball installiert. Beim Trackball ist der Platzbedarf erheblich geringer als bei der Computermaus, die ja über eine Fläche bewegt werden muss. Für die Nutzung von Trackballs spricht auch, dass hier nicht die ganze Hand in Bewegung sein muss, sondern schon der Daumen für eine präzise Führung reicht.
Dadurch können beispielsweise Sehnenscheidenentzündungen an den Unterarmen vermieden werden. Auch die Belastung und Anstrengung für Schulter und Rücken ist geringer. Ferner kann für Menschen mit Hand- bzw. Arm-Prothesen der Trackball hilfreicher sein als Maus oder Touchpad. Aufgrund der etwas ungewöhnlichen Bedienungsart der praktisch auf dem Rücken liegenden Computermaus (technisch betrachtet) konnte sich der Trackball letztlich nicht gegen das Touchpad im Notebook durchsetzen.
Nur wenige Hersteller bieten Trackballs an und noch weniger entwickeln das System weiter. Interessante Beispiele sind aber noch vorhanden. So zeigt
Microsoft Trackballs in diversen peppigen Farben und als spezielle Spielermaus die Sidewinder X8 Gaming Maus.
Kensington Trackballs präsentieren sich als vielfältiges Programm, zu dem auch die SlimBlade Maus gehört, die mit ihrem formschönen Erscheinungsbild zu gefallen weiß. Ein typischer Trackball von Kensington ist etwa der Gamerball Orbit Optical. Das mit knapp 23 Euro preiswerte Modell wartet mit umfassender Kompatibilität und solider Verarbeitung auf, die sich unter anderem in der Garantiezeit von 5 Jahren wiederspiegelt.
Auffallend ist der Kabelaufroller der USB Leitung des
Genius Trackballs Traveler 350.
Logitech Trackballs sind dagegen kombinierte Mäuse. Der Trackball befindet sich griffbereit für den Daumen an der linken Seite der Rechtshändermaus. Es bleibt abzuwarten, ob die Kundschaft auch die Trackballs bei der Anschaffung wieder öfter in die nähere Auswahl nimmt.