Speicheradapter
Im Grunde genommen dreht sich die ganze Welt der
Computer um Speicher. Nichts geht ohne irgendeinen Speicher, ob für kurze Pufferungen oder als Dauerspeicher. Daten und Steuerungsbefehle müssen gespeichert werden, um sie zum richtigen Zeitpunkt wieder hervorzuholen und anzuwenden. Selten bekommt der Anwender von solchen durch die
Software gesteuerten
Hardware -Aktivitäten wirklich etwas mit. Muss er eigentlich auch nicht, so lange es nicht um die eigenen Dateien geht, die Bilder, Texte, Musikstücke, Spielstände usw. repräsentieren.
Dabei haben in den letzten 30 Jahren die digitalen Speicher auch in Bereichen außerhalb von Computer & Co. die Arbeit anderer Speichersysteme übernommen. Beispielsweise werden Musikdaten auf CDs statt auf Schallplatten, Bilddaten auf Speicherkarten statt auf Filmen abgelegt. Die Speicherkarten, so genannte Flashspeicher, übernehmen dabei auch immer mehr die Aufgaben optischer Speichersysteme wie CD oder DVD. Sie sind klein und praktisch in der Handhabung, da sie per USB oder Lesegeräten einfach in bestehende Prozesse eingebunden werden können. Um etwa Bilddaten von der Kamera auf den
Desktop PC zu übertragen, muss dieser nicht mehr heruntergefahren werden.
Angesichts der zahlreichen unterschiedlichen Speicherkartenformate und -standards ist es nur logisch, dass sich auch ein Markt für entsprechende Speicheradapter entwickelte. Speicheradapter können dabei sehr vielfältige Aufgaben übernehmen, wie etwa die Rubrik
Delock Speicheradapter belegt. Ähnliches bietet auch
Secomp Speicheradapter unter dem Namen Roline an.
Hama Speicheradapter widmen sich als Kartenlesegeräte der Verbindung zwischen den unterschiedlichsten Speicherkarten und dem USB Eingang des Rechners. Auch
Kingston Speicheradapter und JJComputer - Adatper sind hier anzutreffen.
Speicheradapter sind - trotz der kompakten Außenmasse - zum Teil sehr komplexe Geräte, die Datenstandards konvertieren müssen. Das ist schon eine andere Angelegenheit, als wenn man im HiFi-Bereich die älteren DIN-Verbindungen zu Cinch-Verbindungen adaptiert. Dabei wird lediglich die Kabelbelegung aufgetrennt. Aus dem fünfpoligen Stecker (vier Signalleitungen plus Masse) werden vier Cinchkabel (vier Signalleitungen, jeweils inklusive Masse).
Kein Unterschied zwischen solch technisch simplen und den komplizierten Adaptern der Computerwelt besteht allerdings in der Frage nach der Qualität. Gern wird bei Kabeln und Adaptern die Bedeutung der Verarbeitung und Materialwahl unterschätzt - vor allem bei der digitalen Signalweitergabe. Zudem sollte beachtet werden, welche Reichweiten die jeweiligen Datenkabel überbrücken können, bevor Datenverlust droht.