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Software - Informationen


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Mit der Notwendigkeit, Software zu installieren und zu bedienen, um der Hardware einen Nutzen abzuringen, unterscheidet sich die Computertechnologie wesentlich von anderen mechanischen und elektrischen Apparaten. Zwar findet auch bei der Bedienung einer Kaffeemaschine eine gewisse Form von Befehlsvergabe statt, wenn der Anwender den Einschalter betätigt. Doch im Gegensatz dazu ist die Befehlseingabe bei einem Computer erheblich komplexer und die Möglichkeiten des Users, auf Zwischen- und Endergebnisse Einfluss zu nehmen, sind um ein Vielfaches umfangreicher.

Ein Computer ohne Software funktioniert einfach nicht. Erst die Programme, beginnend beim Betriebssystem, das fast überall im Anwenderbereich die ehemals verwendeten Programmierebenen ersetzt hat, machen aus der Ansammlung unzähliger Schaltkreise eine – mehr oder weniger – sinnvoll agierende Maschine. Der Begriff Elektronengehirn ist nicht mal so abwegig. Bei der Nutzung eines Computers gestaltet der Anwender quasi die Gedanken, also die Schaltvorgänge, des Rechners. Das Betriebssystem, Treiber und zahlreiche Programme helfen dem Anwender bei der Arbeit, indem sie mit vorprogrammierten Arbeitsabläufen aufwarten und die Befehlseingaben optimieren. Ein einfaches Beispiel ist die Ansteuerung eines Druckers. Soll ein Dokument ausgedruckt werden, musste der Computerfreak vor 30 Jahren noch konkrete Befehle schreiben, wenn etwa bestimmte Schriftattribute angewendet werden sollten. Heute reicht ein Klick auf ein Icon (Schaltfläche) und der Befehl wird an den Drucker weitergereicht.

Die Aufgaben, für die Computer im privaten wie im professionellen Bereich eingesetzt werden, gestalten sich zunehmend komplexer. Private Anwender nutzten die ersten Personal Computer vor allem als Ersatz für eine Schreibmaschine. Textverarbeitungsprogramme (heute typische Einzelapplikationen

der Software Office Pakete) erlaubten die Gestaltung einer oder mehrerer Seiten am Bildschirm, bevor der Text komplett ausgedruckt wurde. Die Gefahr, eine Bewerbung zigmal abtippen zu müssen, weil sich immer wieder irgendwo ein Fehler einschlich, der mit Tipp-Ex oder Korrekturband nur noch schlimmer wurde, hatte sich so deutlich reduziert.

Einhergehend mit dem wachsenden Erfolg von Spielkonsolen gewannen auch für Computer Spiele an Bedeutung. Möglicherweise war es auch umgekehrt. Spielkonsolen wurden oftmals in einer unteren Schublade des Wohnzimmerschrankes oder unterm Fernseher versteckt, da man sich kaum damit outen mochte, dass man seine Freizeit mit Bildschirm-Pingpong, Tetris oder Mario und seinen Kollegen verbrachte. Ein Computer dagegen genoss von Anfang an den Nimbus des Wissenschaftlichen und Hochgeistigen. Kein Nachbar oder Verwandter kam auf die Idee, dass der voluminöse Nadeldrucker mit dem permanent eingezogenen Endlospapier nur als Alibi an dem Spielgerät angeschlossen war.

Ambitionierte Hobby-Anwender nutzten Computer bereits in Urzeiten für andere Aufgaben, etwa für Bild / Videoverarbeitung, für Entwicklung oder Grafik / Präsentation (vgl. auch Desktop Publishing). Allerdings waren gerade diese Softwaregebiete in der professionellen Anwendung sehr gefragt und erfuhren durch die CAD Software ihre Topdisziplin, die nach wie vor weiterentwickelt wird. Mit derartigen Programmen lassen sich Konstruktionen am Bildschirm entwickeln. Je nach Software können technische Probleme gleich am Monitorobjekt behoben werden, bevor sie später in der Produktion für immense Verluste sorgen. CAD, also die computerunterstützte Designentwicklung, spart enorme Entwicklungskosten und erlaubt dennoch, viel mehr Variationen auszuloten.

Ein weiterer Entwicklungsschub bei der Nutzung des Computers ergab sich durch die Einführung des Internets. Auch wenn bereits erste Gehversuche viele Jahre zurückliegen, so ist die Massenbewegung Surfen doch ein Kind des 21. Jahrhunderts. Die Möglichkeit, jederzeit überall auf der Welt Informationen über fast alles und fast jeden zu bekommen, birgt Vorteile und Gefahren. Die Gefahren lauern in der Ausspionierung fremder Rechner und deren Zerstörung durch Viren, Trojaner und ähnliche Programme.

Das Thema Netzwerk Anwendungen beschränkt sich nicht nur auf das World Wide Web, hat aber durch die Verknüpfung von betriebsinternen Netzwerken mit dem Internet völlig neue Formen angenommen. Für die Nutzung des Internets sind beispielsweise Programme für das Web Site Publishing im Angebot. Dem Bedürfnis nach Sicherheit vor fremden Angriffen tragen Kategorien wie Internet Sicherheit und Virenschutz Rechnung. Wie auch für Betriebssysteme werden hierbei seit einiger Zeit Mehrfachuser Lizenzen angeboten, die preiswerter sind, als für jeden zu Hause oder im Büro aufgestellten Computer eine einzelne Lizenz zu erwerben.

Aber selbst, wenn kein Virenangriff erfolgt, leidet der regelmäßig surfende Computer ebenso wie bei permanenter Bewegung auf der Festplatte, sei es durch die Arbeit an eigenen Dateien oder durch das Aufspielen und Verwenden vielfältiger Programme. Da jede Aktion auf einem Rechner erfahrungsgemäß Restsignaturen hinterlässt, häuft sich mit der Zeit ein großer Berg Datenmüll an. Um diesem Effekt und dem damit verbundenen Chaos bis hin zur Leistungsunfähigkeit entgegenzuwirken, dienen BackUp Programme und Tools der Bereinigung von Festplatte, Systemprogrammen, Registrierung usw. Bei normaler Nutzung werden diese Aufgaben in der Regel von einem stabilen Betriebssystem selbständig erledigt. Ist der Rechner aber zum Beispiel überfordert, sei es durch erhöhte Nutzung oder etwa einem für das verwendete Betriebssystem zu kleinen Arbeitsspeicher, so können Fremdprogramme sinnvoll sein.

Dem Chaos und der Orientierungslosigkeit wirken auch Navigationsgeräte entgegen, die sich seit Anfang des 3. Jahrtausends großer Beliebtheit erfreuen. Vor allem für den professionellen Bereich (Logistik) ist die Verknüpfung der liebevoll Navis genannten Geräte mit einem Computer effektiver. Für diese Anwendungsbereiche werden Navigationssoftware und Karten für Navigationsgeräte offeriert.


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