Service Server
Wer privat einen
Computer nutzt, ist letztlich meist nicht unbedingt darauf angewiesen. PCs erleichtern uns einige administrative Arbeiten (Briefe schreiben, Emailing, Chatten, Homebanking usw.), erlauben uns den umfangreichen Zugang zum Weltmarkt, begeistern uns mit diversen Spielen und inspirieren uns mit kreativen Möglichkeiten. Wenn der Rechner mal nicht läuft und zur Reparatur muss, dann ist das zwar ärgerlich, aber in der Regel nicht so problematisch.
Anders sieht das in der Welt der
Server aus, die in Netzwerken - auch im World Wide Web - Datenbanken und anderes zur Verfügung stellen. Für viele Firmen, die Server einsetzen, wäre der Totalausfall der IT-Technik katastrophal und würde nicht selten zu eklatanten Einbrüchen bei den Verkaufszahlen sorgen. Vor allem Firmenkunden erwarten den reibungslosen Geschäftsablauf - und dazu gehört eben inzwischen auch der perfekte Internetauftritt.
Um die Betriebssicherheit eines Servers zu gewährleisten gibt es mehrere Wege, die letztlich nur als Kombination zum Ziel führen. Zum einen müssen
Hardware (Host) und
Software (Server - Betriebssystem) so aufgebaut sein, dass ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit gewährleistet ist. Dies gelingt etwa durch das RAID-System und durch die Verwendung äußerst stabiler Server -
PC Komponenten.
Darüber hinaus ist aber auch ein guter Service wichtig. Falls Fehler und Störungen im Netzwerk auftauchen, ist man gut beraten, wenn sich Fachleute speziell mit diesen Problemen beschäftigen und die Betriebssicherheit gewährleisten. Dadurch werden Ausfallzeiten reduziert und letztlich kann sogar - durch die regelmäßige, fachkundige Wartung - die Langlebigkeit der Bauteile positiv beeinflusst werden.
Logischerweise offerieren vor allem die Abteilungen
Fujitsu Service Server und
HP Service Server sehr umfangreiche Programme an Serviceverträgen. Allerdings beteiligen sich auch
Acer Service Server,
APC Service Server und
IBM Service Server mit vergleichsweise kleinen Produktlinien. Das Angebot von
Lenovo Service Server ist da schon geringfügig größer.
Die umfangreichsten Listen sind allerdings bei Fujitsu (gut 1000 Produkte) und HP (knapp 2100 Artikel) zu finden. Dabei fällt es manchem Laien immer noch schwer, Service, Support und Dienstleistungen als Produkte zu verstehen. HP nennt die Pakete eCarePack; bei Fujitsu hören sie auf den Namen Service Pack. Angeboten werden alle nur erdenklichen Variationen an Serviceverträgen. Sie unterscheiden sich dabei in ihrer Dauer (3, 4, 5 Jahre usw.), ihrer zeitlichen Definition (etwa der Rund-um-die-Uhr-Service) und darin, ob der Service vor Ort (VOS = Vor-Ort-Service) stattfindet oder ob die defekten Geräte zur Werkstatt gebracht werden müssen (Bring-In-Service). Natürlich wirkt sich auf den Preis auch aus, auf welche Geräte sich der Service bezieht.