Raid Systeme
Gewöhnlich versucht man, Speichersysteme wie Festplatten vor Redundanzen, also doppelt vorhandenen Daten, zu schützen. Schließlich sagte schon Cäsar, dass Wiederholungen nicht immer gefallen und zudem gelten doppelte Datensammlungen als unnötige Belastung der Speicherkapazitäten.
Bei Raid Systemen nutzt man dagegen das Erzeugen von doppelten Datensätzen, um die Betriebssicherheit von Netzwerken zu gewährleisten und zugleich, um Geld zu sparen. Der letztere Grund spiegelte sich ursprünglich in der Bedeutung des Begriffs Raid wieder: Redundante Anordnung kostengünstiger Festplatten. Diese Erklärung wurde jedoch aus Marketing-Überlegungen verworfen. Heute steht die Abkürzung für Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten (engl.: redundant array of independent disks).
Die Idee ist so einfach wie genial. Datensätze werden immer gleich mehrfach (in der Regel doppelt) erzeugt und auf zwei unabhängige Festplatten abgelegt. Fängt eine der Festplatten an, auf ihr baldiges Ende hinzuweisen oder segnet sie sogar plötzlich das Zeitliche, so kann sie ausgetauscht und mit den identischen Daten der anderen Festplatte bespielt werden. Ein paar technische Besonderheiten kommen allerdings noch dazu. Der Austausch einer defekten Festplatte (inklusive Kopieren der Daten auf die neue Disk) kann während des Betriebs erfolgen, so dass es für die Kundschaft keine Unterbrechungen gibt. Der Kontroller des Raidsystems erlaubt die Verwendung preiswerter Festplatten. Diese sind bedenkenlos einsetzbar, weil zum einen das System selbst die Betriebssicherheit erzeugt und diese nicht auf der Fertigungsqualität der HDDs liegt, und zum anderen, weil damit auch - bei wachsendem Speicherbedarf - mehrere kleine Festplatten verwendet werden können. Die Entwicklung immer größerer Speicherplatten erzeugt auch immer höhere Preise.
Nichtsdestotrotz empfehlen sich natürlich auch bei Raidsystemen hochwertige Produkte wie etwa die
Acer Raid Systeme, die
Promise Raid Systeme oder die
HP Raid Systeme. Präsentiert werden die unterschiedlichsten Bausteine für den Aufbau eines Raidsystems. Bei Promise finden sich die Modelle unter den Seriennamen bzw. Bezeichnungen VTrak, SuperSwap, One drive carrier, SmartStor, VessRaid und Mounting Kit für SuperSwap. Das Mounting Kit ist bereits für wenig Geld zu haben, während das VTrak E610s Controller System schon zu den Profigeräten gehört. Bei HP reicht das Programm vom StorageWorks Tape Array bis zum Topmodell StorageWorks 2324fc, der 24 SATA-300 Festplatten aufnimmt. Die Hewlett Packard LeftHand Serie gipfelt im P4500 21.6 TB für große und sehr große Unternehmen.