Prozessoren Socket 1366
In der bisher üblichen Architektur einer Hauptplatine verbindet die Schnittstelle FSB (Front Side Bus) die CPU (Hauptprozessor) mit der Northbridge, jenem PC Schaltkreis IBM kompatibler Rechner, der für Synchronisierung und Steuerung konzipiert ist und die Verbindungen zu den
PC Komponenten wie etwa dem Arbeitsspeicher und natürlich der Southbridge unterhält. Mit dem 1366er Prozessoren Sockel ändert Intel diesen Aufbau zugunsten einer engeren Verknüpfung von Prozessor und Chipsatz. Einen ähnlichen Weg geht AMD mit dem Hypertransport. Beide Systeme verwenden auch die neue Art der Einbindung des Arbeitsspeichers, indem dieser am im Prozessor integrierten Speicherkontroller angeschlossen ist. Der Vorteil solcher Architekturen liegt vor allem darin, dass der Datendurchlass beschleunigt werden kann.
Dies zeigt wieder einmal, wie entscheidend beim Aufbau eines Rechners das Zusammenspiel der Einzelteile ist. Der ambitionierte
Computer Hobbyist kennt dies von Arbeitsspeicher und Grafikkarte. Es bringt oft wenig, wenn ein Bauteil mit einem schnellen Arbeitstempo aufwarten kann, während andere die gesamte Gruppe ausbremsen. Dabei können auch schnellere Geräte zu Bremsern werden, wenn sie das System überfordern. Die Entwickler suchen daher immer wieder nach neuen Schwachstellen im System, deren Korrektur zur Beschleunigung des Gesamtsystems beitragen kann.
Im Programm
Intel Prozessoren Socket 1366 sind Modelle der Core i7 und der Xeon Serie aufgelistet. Sie können auch auf dem 1156er Sockel aufgesetzt werden und hören auf die Bezeichnungen Bloomfield und Lynnfield. Preise und Leistungsdaten bestätigen, dass es sich hier um hochleistungsfähige Prozessoren handelt, die durchaus im professionellen Bereich Anwendung finden. Allein die Aufteilung der Caches spricht für sich. Jeder Prozessorkern verfügt über einen L1 und einen L2 Cache (256 KB); darüber hinaus teilen sie sich den bis zu 8 MB großen L3 Cache. Als Speichertyp sind ausschließlich DDR3 RAM Chips kompatibel, die bis zu 133 MHz Taktung aufweisen (entsprechen DDR3-1066). Hintergrund der hohen Leistungsfähigkeit ist auch die moderne Produktion mit in 45nm Strukturgröße gefertigten Quad Core Prozessoren. Die nächste Ausbaustufe soll sogar das 32nm Fertigungsverfahren werden, das für 2010 angekündigt ist. Die Taktraten liegen bei 2,66 GHz für Lynnfield Core i5 Prozessoren, bei 2,8 - 2,93 GHz für Lynnfield Core i7 Prozessoren sowie bei 2,66 - 3,33 GHz für Bloomfield i7 Prozessoren.