Plotter
1. Technik & Entwicklungen
Die Bezeichnung Plottergeht auf Großformatdrucker zurück, die vor allem mit einem Schneidestichel arbeiten. Damit werden Schriften und Grafiken in Klebefolien geschnitten, die dann beispielsweise auf Firmenfahrzeugen für Werbung sorgen. Soll gedruckt werden, etwa Fotos, so wird das Tintenstrahlverfahren angewendet, da es am besten auf die glatten Folien aufgetragen werden kann. Im Gegensatz zum sonst üblichen Tintenstrahldrucker werden hier aber ganz andere Größenordnungen verarbeitet. Statt Papierbögen in DIN A4 oder DIN A3 werden Rollenpapiere verwendet. In der Breite können sie über 1,50 m messen; die Länge der Bahnen beträgt 30, 45 oder noch mehr Meter. Auch die Tintenpatronen sind anders dimensioniert. Hier geht es nicht um 10 oder 25 ml, sondern um 500 und mehr Milliliter große Tintenfässer. Bei einigen Plottern stehen davon bis zu 12 verschiedene Farben zur Verfügung. Damit kann praktisch jeder Farbeffekt erzeugt werden.
Was die Unterscheidung von Tisch- und Standgeräten angeht, ist der Schnittpunkt etwa bei DIN A1. Bei dieser Breite werden beide Geräteformen angeboten. Schmalere Drucker sind vorwiegend als Tischgeräte, breitere als Standgeräte ausgelegt.
Zu den Großformatdruckern gehört auch der 9-Nadeldrucker DFX9000ML aus der Rubrik Epson Plotter. Er verarbeitet Papierrollen bis DIN A3 (41,9 cm) Breite.
2. Trends & Marktsituation
Lange Zeit waren Plotter in Preisregionen angesiedelt, die schon ein gehöriges Maß an Kapital abverlangten. Inzwischen können sich auch viele Kleinstbetriebe in der Werbebranche eine Nische sichern und mit relativ preiswerten Plottern und professionellen Fotodruckern Aufträge erledigen.
Immerhin ist für rund 1000 Euro bereits ein DIN A2 (17 Zoll Breite) Standgerät im Canon Plotter – Programm zu haben. Die 24 Zoll Standgeräte beginnen bei knapp 2000 Euro. Die im professionellen Bereich beliebte Größe von 42 bzw. 44 Zoll wird ab 3300 Euro offeriert. HP Plotter sind auch mit 60 Zoll Breite im Angebot. Hier beginnen die Preise bei knapp 15.000 Euro.
Auf den Preis wirken sich dabei nicht nur die Größe und der Standfuß aus. Die Anzahl der Farben, vorhandene Schnittstellen und diverse Ausstattungen sind ebenso maßgebend.
3. Tipps
Bei Preisen im vier- oder gar fünfstelligen Bereich erübrigt sich eigentlich der Hinweis auf eine gezielte Bedarfsanalyse. Diese Geräte sollen langfristig ihren Dienst verrichten und müssen hohe Anforderungen in Sachen Druckqualität, Dauerbelastbarkeit und Bedienung erfüllen.
Semiprofessionelle Anwender, die sich im Druckgewerbe eine Nische sichern wollen, sollten ebenso kalkulierend an die Anschaffung eines Plotters herangehen. Ein grundsolides Gerät, das die Hauptaufgaben verrichtet, ist oft sinnvoller als ein teurer Alleskönner, dessen Fähigkeiten nur selten abgerufen werden.
Alle Preise gelten inklusive der gesetzl. MwSt. und sind in Euro ausgezeichnet.
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