Netzwerkkarten
Wie bei vielen anderen Produktgruppen auch, wird der Begriff Netzwerkkarten immer öfter für Artikel verwendet, die ursprünglich mal nicht so genannt wurden. Denn eigentlich kennt man im Bereich der
Hardware des Computers die Bezeichnung Karten als Definition für intern verbaute Steckkarten. Sie sind sozusagen nackt, also ohne
Gehäuse und werden auf entsprechenden Steckplätzen des
Motherboards installiert. Diese Steckplätze sind, sofern Anschlüsse nach außen gelegt sein müssen, so platziert, dass eine Art „Frontblende“ zur Außenhaut der PC-Rückseite wird. Dafür vorgesehene Aussparungen werden entfernt. Die Steckkarte übernimmt dann diesen Platz und bietet die notwendigen Anschlüsse. Typische Karten dieser Art sind Grafik- und Soundkarten. Netzwerkkarten dienen der Verbindung des Rechners mit einem Netzwerk. Dabei kann es sich um ein internes oder ein externes (World Wide Web) handeln. Inzwischen verwendet man den Begriff Netzwerkkarte aber auch für Produkte, die, gleich einem
Adapter, etwa an einem USB Anschluss an der Front des Computers oder der Seite eines
Notebooks angesteckt werden. Die Übergänge zwischen Produkten, die als Adapter und solchen, die als Karte benannt werden, sind fließend und keineswegs einheitlich.
Was verbinden Netzwerkkarten?
Heute erscheint es fast als selbstverständlich, dass Netzwerkkarten einen Rechner mit dem World Wide Web verbinden. Doch dies ist meist nicht oder nur indirekt der Fall. Die wenigsten Computer werden nach wie vor direkt an einer Telefon- oder Internetleitung betrieben. Stattdessen übernimmt etwa ein
Router die zentrale Schnittstelle zwischen externem (www) und internem (Haushalt, Büro, Firma) Netzwerk. An den Anschlüssen für den internen Netzbetrieb werden dann die Computer und sonstigen Peripheriegeräte (Drucker, Fax, externe Festplatte usw.) angeschlossen. Dabei kann bei modernen Routern der Anschluss fast immer sowohl per Kabel (LAN) als auch ohne Strippe (WLAN, also per Funk) erfolgen. Das erhöht die Möglichkeiten erheblich und erspart einen eventuellen Kabelsalat. Allerdings sind viele Wireless LAN Verbindungen nach wie vor langsamer und unsicherer.
Die Netzwerkkarten im oder am PC können vielerlei Natur sein. So sind Netzwerkkarten, WLAN Netzwerkkarten, Ethernet Karten, Wireless USB Netzwerkkarten usw. im Gebrauch. Hersteller wie
Netgear,
Belkin,
DLink und
Digitus offerieren hier zahlreiche Lösungen. Auch
Cisco,
DeLock und
SWEEX wären da zu nennen.
Unterschiede und Merkmale
Für den Hausgebrauch reichen meist die einfachen Netzwerkkarten, die in Komplett-PCs in der Regel vorinstalliert sind. Diese werden mit dem Router verbunden und schon ist die Kommunikation mit dem Internet ebenso möglich wie etwa der Datenaustausch mit anderen Computern im selben Büro, wenn diese ebenfalls am gleichen Router angeschlossen sind. Zu beachten ist bei Netzwerkkarten, die intern auf dem Mainboard installiert werden, dass sie der Architektur des Computers entsprechen. Im Detail heißt das etwa, dass für eine PCI Netzwerkkarte auch der Rechner bereits den PCI-Standard haben muss. Je nach den persönlichen Ansprüchen ist die Geschwindigkeit der Netzwerkkarte von Bedeutung.
Ein heftiger Griff in die Geldbörse erfolgt, wenn der Kunde nach Netzwerkkarten für den professionellen Bereich sucht, die beispielsweise gleich mehrere Anschlüsse (Stichwort Quad Port) für Netzwerke bereithalten. Dagegen sind die Netzwerkkarten, die in Form eines USB-Sticks angeschlossen werden, inzwischen kaum noch teurer als interne Karten. Die Preisunterschiede werden hier eher anhand der Ausstattung und der Geschwindigkeit deutlich.
Einbautipps
Ist geklärt, welche der Netzwerkkarten für den heimischen PC in Frage kommt, und ist dann die entsprechende Wunschkarte gekauft worden, so geht es an den Einbau. Wer sich bei der Installation von Hardware-Produkten unsicher ist, sollte die Arbeit einem Fachmann überlassen. Wer dagegen schon mal ein Laufwerk oder eine Grafikkarte selbst nachgerüstet hat, wird sich mit der Eigenleistung kaum schwer tun. Immer wieder warnen muss man vor der falschen Handhabung. Es sollte tunlichst vermieden werden, die Bauteile und die Platine eines Elektronik-Teils, wie Netzwerkkarten welche sind, mit den Fingern zu berühren. Die elektrischen Ströme im menschlichen Körper können groß genug sein und ein Bauteil überlasten. Das Schlimme daran ist auch noch, dass man derartige Schäden oft gar nicht erkennen kann (im Gegensatz etwa zu einem richtigen Brandschaden auf der Hauptplatine). Bei der Konfiguration ist dann verzweifeln angesagt.