Netzwerkadapter
Im Grunde genommen ist die Entwicklung des Computers spätestens seit der erhöhten Präsenz auf dem Massenmarkt ein heilloses Chaos. Viele Generationen an technischen Verfeinerungen wurden eingeführt und nicht selten glaubten die Hersteller nur dann an das dicke Geschäft, wenn ihr Produkt möglichst wenig kompatibel mit anderen Produkten sei.
Die Folge war eine Unzahl von Normen, die praktisch jede noch so kleine Nische im Bereich Computer & Co. unter fachmännischer Kontrolle verwalten. Eine andere Konsequenz ist die häufig anzutreffende Inkompatibilität, für deren Überwindung einmal mehr ein Adapter notwendig ist, der für den Übergang von einem Anschluss zu einem anderen sorgt und dabei nicht nur die Bauform von Stecker & Kupplungen anpasst, sondern oft auch die messtechnischen Bedingungen. Und obwohl vielerorts die Erfahrungen gemacht wurden, wonach das Bestreben nach Individualität in der Regel den tatsächlichen Markterfolg eher eingegrenzt hat, wird weiterhin nach dem babylonischen Prinzip entwickelt.
Zu den jüngeren und kniffligeren Computerbereichen, die erst durch Adapter zugänglich werden, gehört zweifelsohne das Netzwerk und hier im Besonderen die Verbindung zum World Wide Web. Der Clou ist der Verzicht auf Kabel. Die Daten sollen auf dem Funkwege ihr korrektes Ziel erreichen, ohne dass es einem dritten, unbefugten User ermöglicht wird, sie anzuzapfen. Also ist jede Entwicklung von Funkverbindungen für digitale Daten - wie etwa
Bluetooth Erweiterungen oder
WLAN Netzwerkadapter - gleichsam auch eine Neufassung der Datensicherheit und -verschlüsselung.
Nun ist die Begrifflichkeit Adapter doch in kleinen Details verändert worden. Der Begriff geht zurück auf das lateinische aptus für geeignet bzw. passend. Grundsätzlich wird die Bezeichnung immer dann verwendet, wenn etwas angepasst werden muss. Soll etwa ein Dreiviertelzoll Gartenschlauch an eine Einzoll Hauswasserleitung angeschlossen werden, so braucht man ein Reduzierstück, das man eben auch Adapter nennen kann. Im Hifi-Bereich wurden beispielsweise Adapter eingesetzt, um Geräte mit DIN-Anschlussbuchsen mit Geräten mit Cinch-Anschlüssen verbinden zu können. Dagegen kam man bei Cinch-auf-Cinch ohne Adapter aus.
Im Computerbereich (siehe etwa
versch.
Netzwerkadapter) wird der Begriff schon mal öfter verwendet, wo offensichtlich gar keine Anpassung vorgenommen wird.
Netzwerkkarten wie auch
Netzwerkkarten USB sind an sich bereits
Netzwerkadapter. Sie passen die unterschiedlichen aber auch ähnlichen oder gleichen Geräte - z. T. automatisch - aneinander an. Dies liegt daran, weil beispielsweise in einem Computer ein anderer Datentransfer abläuft als zwischen zwei Geräten oder innerhalb eines Netzwerkes. Daher werden im PC-Bereich auch überwiegend Adapter eingesetzt, die nicht nur passive Komponenten sind, sondern aktiv - also auf dem elektronischen Wege - die Anpassung vornehmen. Von Vorteil ist diesbezüglich, dass die Leitungen in der Regel auch - zumindest geringe Mengen - Strom fließen lassen, der auch für Steuerungselemente (wie etwa die Kontroller in USB-Sticks) genutzt werden kann.