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Motherboards

Die zentrale Platine eines Computers wird Motherboard, Mainboard oder - zu Deutsch - Hauptplatine genannt. Sie bieten vor allem dem CPU-Sockel mit Hauptprozessor, dem Arbeitsspeicher, den zahlreichen Steckplätzen und Peripherie-Anschlüssen sowie den Chipsätzen Northbridge und Southbridge Platz. Ggf. sind auch Grafikchip und Soundchip auf der Hauptplatine untergebracht. Sie können aber auch durch entsprechende Karten ersetzt werden. Unterschieden werden Motherboards (und nicht selten auch gleich der ganze Rechner) nach den vorhandenen CPU Sockeln, die gleichzeitig auch die Generation des Computers definieren (siehe auch Mainboard Sonstige).

Der Mainboard Sockel 478 etwa wurde 2001 eingeführt und dient(e) vor allem den Intel Pentium Prozessoren der vierten Generation als Basis. Er war damit Nachfolger des nur wenig erfolgreichen Sockels 423 und wurde vom Mainboard Sockel 775 beerbt. Bereits der Vorgänger, der 423, der Ende 2000 auf den Markt kam, war für den Intel Pentium IV Prozessor konzipiert.

Mit dem Sockel 775 kamen erstmalig die Mehrkernprozessoren auf. Die Einführung erfolgte 2004 und, wie üblich, bezeichnet die Ziffer die Anzahl der Kontakte. Bei den Bustakten sind 133, 200, 266, 333 sowie 400 MHz (Quadpumped; FSB533 bis FSB1600) zu haben. Aufnehmen kann der 775er Sockel Intel Prozessoren der Generationen Pentium 4 (und folgende), Intel Celeron, Intel Core und Intel Xeon. Der 775er Sockel steht auch für die Einführung der DDR2 Arbeitsspeicher und des PCI-Express Bussystems.

Nachfolger ist seit 2008 der Mainboard Sockel 1366. Schon die Anzahl der Kontakte belegt den drastischen Zuwachs gegenüber früheren Sockeln. Die Bustaktung variiert zwischen 4,8 und 6,4 GHz; verbaut werden können Intel Core i7 und Intel Xeon Prozessoren. Mit dem 1366er zogen auch die DDR3 Speicherriegel in die Computerwelt ein.

Beim Mainboard Sockel 939 weiß der Kenner sofort, dass es sich um einen Sockel für AMD Prozessoren handelt. Der 939 stellt eine Abwandlung vom Mainboard Sockel 940 (2003 bsi 2006) dar und kam 2004 auf den Markt. Er beherbergt unter anderem AMD Athlon und Opteron Prozessoren, womit auch für AMD Rechner die Multiprozessorkerntechnologie ihren Siegeszug begann. Nachfolger des 939er ist seit Mai 2006 der Mainboard Sockel AM2 (940 Kontakte). Vor allem den AMD Phenom Prozessoren bietet der AM2 ein würdiges Zuhause. Für Server und Workstations liefert AMD den Mainboard Sockel F.
 
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