Kontroller, oft auch englisch Controller geschrieben, ist die Bezeichnung für eine Reihe von Bauteilen innerhalb der Hardware eines Computers. Grundsätzlich erfüllen diese Kontroller die Funktion, auf die der Name schon hinweist. Sie kontrollieren Vorgänge. Innerhalb eines Computers und dessen Peripherie können Kontroller beispielsweise der Prozessor sein, der die CPU unterstützt. Kontroller dienen aber auch der Ansteuerung installierter oder angeschlossener Geräte wie etwa Laufwerke, Festplatten usw. Kontroller können dabei vielfältige Aufgaben ausführen. Dabei geht es vor allem um den kontrollierten Datentransfer.
Man könnte Kontroller als Hardware-Subsysteme bezeichnen, die die Software-Aktivitäten unterstützen. In den Anfangstagen des Personalcomputers waren Kontroller öfter eigenständige Bauteile. Heute finden sich selbst in USB-Sticks bereits derartige Bauelemente, die das Abspeichern und Auslesen von Daten auf dem Flashspeicher kontrollieren. Diese Entwicklung geht einher mit dem allgemeinen Trend, dass Datenströme an immer mehr Stellen innerhalb eines Computers und seiner Peripheriegeräte sowie den Netzwerkpartnern durch zusätzliche Kontroller (siehe auch Kontroller Firewire, Kontroller SCSI und Kontroller andere) gesteuert werden. Diese Vorgehensweise ermöglicht oft eine effizientere Datenverarbeitung, birgt aber auch die Gefahr, dass bei Störungen die Fehlersuche erheblich komplizierter wird.
Man kann diese Effekte etwa am Unterschied zwischen einem Hub und einem Switch deutlich machen. Beide Bausteine dienen innerhalb eines Netzwerkes dazu, Daten von einem Rechner anderen zugänglich zu machen. Während jedoch praktisch passive Hubs die Datenpakete lediglich an alle angeschlossenen Adressaten weitergeben (also sozusagen vervielfältigen), können Switches die Dateien gleich einer Sortieranlage den unterschiedlichen Empfängern zuordnen. Der Vorteil der schnelleren Datenverarbeitung durch die Swiches erklärt sich dabei vor allem durch die Fähigkeit, auch parallele Datenströme sortieren zu können. Der Nachteil ist auch hier wieder der Aspekt der möglichen Fehlerbehebung. Ein durch Switches gesteuertes Netzwerk erschwert die Analyse erheblich.
Eine relativ junge und zugleich boomende Art des Kontrollereinsatzes ist die Verwendung bei so genannten Raid - Systemen. Die Abkürzung Raid bezeichnet die Fähigkeit, mehrere Festplatten als ein System anzuerkennen. Raid Controller werden zum Beispiel bei Servern für Datenbanken und Backups eingesetzt. Indem man zwei gleichwertige Festplatten mit identischen Daten bepackt, ergibt sich eine sehr hohe Betriebssicherheit. Die Wahrscheinlichkeit, dass zeitgleich ohne Vorankündigung beide Festplatten unwiderruflich einen Schaden erleiden und die Daten damit verloren gehen, ist relativ gering. Bei Defekt einer Platte wird diese ausgetauscht und mit den Daten der anderen neu bespielt.
Zugleich mit der hohen Betriebssicherheit ergibt sich bei Raid-Systemen auch eine kostengünstige Verwendungen von Festplatten. Statt die Kapazitätsgrenzen auszunutzen, können auf diesem Wege mehrere kleine Festplatten eingesetzt werden, die aber vom Kontroller wie eine einzige - große - Platte behandelt werden.
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