Kombigeräte Laser
1. Technik & Entwicklungen
Kombigeräte mit Laserdruckverfahren sind von ihrem üblichen Einsatz her Nachfolger der Kopierer, auch wenn sie technisch vollkommen anders konstruiert sind. Fotoelektrische Kopierer, wie sie bis Mitte der 1990er Jahre viele Büros zierten und zu regelmäßigem Kontakt mit dem Kundenservice führten, müssen für jede Kopie das Original neu belichten. Laserkopierer (wie auch LED-Geräte) bestehen dagegen aus zwei getrennten Baueinheiten: Dem Scanner und dem Drucker. Wird dazwischen ein Zwischenspeicher (Puffer) gesetzt, so kann der Scanner weiter Originale einscannen, während das Druckwerk bereits mit der Herstellung der Kopien loslegt. Bei hochwertigen Multifunktionsgeräten und Drucksystemen besteht dieser Zwischenspeicher aus Prozessoren, Arbeitsspeicher und Festplatten (siehe auch
Zubehör Kombigeräte bzw.
Zubehör Laserdrucker.
Die Technik mit getrennter Scanneinheit und Druckwerk bietet im Zusammenhang mit automatischem Dokumenteneinzug und einer Sortiereinheit für das Dokumentenfinishing einen äußerst bequemen und zuverlässigen Komfort. Sollen beispielsweise von einem 20-seitigen Bericht 40 Kopien erstellt werden, so kann der Anwender die 20 Originalseiten als Vorlagen in den Dokumenteneinzug legen, 40 Kopien anfordern und auf Start drücken. Nach wenigen Minuten kann er die Originale wieder herausnehmen, während der Drucker noch einige Minuten weiterarbeitet.
2. Trends & Marktsituation
Nach wie vor besteht ein Großteil des Druckvolumens im professionellen Bereich aus Text, Grafik oder Tabellen, weshalb sich gerade für Massendrucksachen ein Farbdrucker kaum lohnt. Monochrom-Laserdrucker sind für diese Aufgaben ideal geeignet, da sie die Aufträge schnell, preiswert und mit einem hervorragenden Druckbild erledigen.
Da ist es kein Wunder, dass auch bei den Multifunktionsgeräten die Schwarzweißlaser im Kommen sind. Der Verkaufserfolg ist auch mit der Preisentwicklung zu erklären, werden doch diese Büromaschinen zusehends preiswerter. Bereits für unter 200 Euro sind
Brother Kombigeräte Laser oder
Canon Kombigeräte Laser zu bekommen. Ferner offerieren auch Epson, Oki und
Samsung Kombigeräte Laser zu interessanten Preisen.
HP Kombigeräte Laser und
Lexmark Kombigeräte Laser sind auch als Drucksysteme zu haben. Sie drucken dann bis zu 50 Seiten pro Minuten, verfügen über Komplettausstattung und liegen preislich im fünfstelligen Bereich.
3. Tipps
Private Anwender haben in den 1980er Jahren hart dafür gespart, vom Schwarzweißdrucker (
Tintenstrahldrucker oder gar
Nadeldrucker) endlich auf einen Farbdrucker umsteigen zu können. Warum sollten sie heute in einen Monochromlaserdrucker investieren, wenn ein Farblaser in der Anschaffung kaum teurer ist?
Beim Textdruck ist der s/w-Laserdrucker deutlich preiswerter, bei Fotodruck ist ein Tintenstrahler besser. Ein fotofähiger Tintenstrahler als Arbeitsplatzdrucker ergänzt ideal einen Monochrom-Multifunktionslaserdrucker. Alternativ kann ein fotofähiger Alleskönner mit einem s/w-Arbeitsplatzlaserdrucker kombiniert werden. Der tatsächliche Bedarf an Farbausdrucken - ausgenommen Fotos und Werbehefte - ist sowohl im professionellen wie im privaten Bereich meist gering.