Die Geschichte des Telefonnetzes umfasst so romantische Aspekte wie der Singende Draht (diese Bezeichnung wird den Indianern zugeschrieben, die damit die Telegrafenleitungen meinten, die durch ganz Amerika gezogen wurden), aber auch revolutionäre Umwälzungen wie der Wandel von analoger zu digitaler Datenkommunikation. Dabei könnte man meinen, es wäre eine bei weitem größere technische Herausforderung gewesen, den amerikanischen Westen im 19. Jh. zu verkabeln, als das Telefonnetz in Deutschland auf digitalen Datentransfer umzustellen. Einige Gedanken lassen an dieser Einschätzung zweifeln. Die Masten für die Telegrafenleitungen mussten zwar teilweise unter widrigsten Umständen und unter Lebensgefahr für die Bauarbeiter aufgestellt werden, aber immerhin war an derselben Stelle nicht schon ein Draht, der von vielen Masten getragen und gespannt wird. Vor dieser Problematik standen und stehen die Telefonnetzbetreiber überall auf der Welt, wenn sie ein bestehendes Netz modernisieren wollen. Das vorhandene Netz muss weiter funktionieren und kompatibel sein. Für den Endverbraucher darf sich keine längerfristige Planungsunsicherheit in Sachen Erreichbarkeit ergeben. Und bei längerfristig spricht man hier von höchstens ein paar Stunden. Hätte beispielsweise das gesamte deutsche Telefonnetz für mehrere Tage abgeschaltet werden müssen, um die Digitalisierung zu ermöglichen, so wären die mittel- und langfristigen Folgen unabsehbar gewesen.
Aber aufgrund der Tatsache, dass sich so ein landesweites Telefonnetz aus unzähligen Bestandteilen zusammensetzt, ist ein stückweises Voranschreiten der Modernisierung möglich. So werden mancherorts inzwischen Glasfaserkabel verlegt, die ein Vielfaches an Datentransfers erlauben. Dahinter steckt allerdings schon die Problematik, dass die Ausweitung eines Telefonnetzes durch mehr Verbraucherstellen (statt nur Telefon jetzt auch Fax und Internet) nicht dazu führen darf, dass auch immer mehr Leitungen gelegt werden. Zwar nimmt die Zahl an Leitungen zu, aber nicht im Maße der Zunahme der Anschlussteilnehmer.
Mit ISDN / DSL sind die wesentlichen digitalen Datensysteme genannt, wobei DSL ISDN ablöst. Eine solche Ablösung ist auch wiederum damit verbunden, dass der Endverbraucher gegebenenfalls seinen Gerätepark auffrischen muss, etwa von Modems - ISDN auf Modems - DSL. Dazu muss er aber erst einmal bereit sein. Nur allein die Beschleunigung des Datentransfers um einige Kilobytes reicht nicht wirklich aus, um dem Kunden teurere Zusatzgeräte zumuten zu können. Vor allem der Komfort muss ansprechend besser werden. Des Weiteren ist das Ganze natürlich auch eine finanzielle Frage. Hier kann DSL mit den vielfältigen Tarifen (unter anderem auch Flatrates) punkten. Und auch der Blick in die Kategorie ISDN / DSL Zubehör gibt eine Reihe von Produkten frei, die die Nutzung von Telefon & Internet vereinfachen helfen.
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