Fotodrucker
1. Technik & Entwicklungen
Die Bezeichnung Fotodrucker zeigt einmal mehr, wie sich Begriffe verändern können. Noch vor einigen Jahren wurden alle Drucker als Fotodrucker bezeichnet, die speziell für einen hochauflösenden Fotodruck ausgerüstet waren. Mittlerweile sind praktisch alle Tintenstrahldrucker sowie Kombigeräte Tinte auch fotofähige Drucker. Dabei handelt es sich in der Regel um DIN A4 oder DIN A3 Arbeitsplatzdrucker. Die Bezeichnung Fotodrucker hat inzwischen eine andere Verwendung gefunden. Gemeint sind mobile Drucker, die zum Teil sogar mit Akku betrieben werden können und sich meist auf den Ausdruck des typischen Fotoformats Papier 10x15cm beschränken. Waren also ehemals Fotodrucker jene Geräte, die auch einen Fotodruck beherrschten, so nennt man heute spezielle Drucker so, die nur für den Fotodruck konzipiert wurden.
Rein technisch gesehen haben sich zwei Druckverfahren etabliert: Die Tintenstrahltechnik und der Thermosublimationsdruck. Im Grunde genommen kann ja jeder Drucker auch ein Foto drucken. Entscheidend sind jedoch die Qualität und auch der Anspruch an das Papier. Für Schwarzweißfotos können beispielsweise Laserdrucker zum Teil bessere Ergebnisse liefern. Doch ein Foto als Erinnerungsbild verlangt nach einem festen, steifen Papier. Soll es ein Farbfoto auf hochglänzendem oder seidenmattem Papier sein, sind die beiden Techniken die erste Wahl. Dabei überzeugt der Tintenstrahler mit der besten Farbtiefe und der höchsten Auflösung, während der Thermosublimationsdrucker Fotos mit längerer Haltbarkeit produziert. Nach einigen Jahren Entwicklungsarbeit sind die Unterschiede nicht mehr so gravierend. Allerdings hält nach wie vor nur das Tintenstrahlverfahren professionellen Ansprüchen stand, weswegen es auch in professionellen Druckern und Plottern eingesetzt wird.
Beim Thermosublimationsverfahren werden Papier und Druckfarbe gleichzeitig dem Gerät zugeführt. Das Fotopapier und vier Farbbögen (Schwarz, Cyan, Magenta, Gelb) bilden eine Einheit. Bei mobilen Fotodruckern ist diese Technik bequemer, da Papier und Druckfarbe immer in gleicher Menge vorhanden ist. Man steht also beispielsweise nicht plötzlich im Urlaub ohne Farbe oder ohne Papier dar. Ist vor Ort ein Nachschub möglich, so ist auch beides vorrätig.
2. Trends & Marktsituation
Bei den mobilen Druckern konkurrieren beide Drucktechniken weiter miteinander. Canon Fotodrucker nutzen beispielsweise die Farbensublimierung (Selphy-Serie) und das Bubblejet-Verfahren (Pixma-Reihe), während HP Fotodrucker (Photosmart) den Tintenstrahl bevorzugen. Hochwertige Produkte sind bereits für knapp unter 100 Euro zu haben. Profi-Geräte kosten etwa ab 300 Euro aufwärts.
Im Trend liegen Akku-Geräte, Tragetaschen, Drucker mit verschiedenen Datenwegen (Bluetooth, USB, PictBridge usw.) und mit Monitor, der ein Minimum an Bildbearbeitung (etwa Zuschnitt und Rote-Augen-Effekt) erlaubt.
3. Tipps
Kompakte mobile Fotodrucker eignen sich für den Urlaub. Wie sie sollten auch professionelle Fotodrucker nicht für Alltagsaufgaben (Textdruck usw.) verbraucht werden.
Auf folgender Seite finden sie die aktuellsten Fotodrucker in unserem Onlineshop
Drahtlos CANON Selphy CP780 silber Fotoprinter 10x15cm 2,5 Zoll LCD automat.Bildkorrektur rote Augen Korrektur - Akku optional NB-CP2L
Der Thermosublimationsdrucker Selphy CP780 von Canon druckt Fotos in einer Auflösung von 300 dpi x 300 dpi. Für den mobilen Einsatz bietet Canon optional zum Stromkabel einen Akku an. Komplett kabellos wird das Gerät mit einem ebenfalls optionalen Bluetoothadapter. Die Verbindung zum PC erfolgt ansonsten per USB Kabel. Zur Fotovorschau und Menüdarstellung hat der Drucker ein 2,5-Zoll-Display. Erleichtert wird die Bedienung durch große Tasten und Anweisungen im Display. Direktdruck von diversen Speicherkarten und PictBridge sind weitere Merkmale des Canon. Die Qualität der Ausdrucke ist recht gut.
Mobile Fotos aus dem Canon Selphy ES40 CANON Selphy ES40 Fotodrucker 8,8cm 3,5 Zoll LCD creative Print Funktionen Sprachunterstuetzung auto.Bildoptimierung
Positiv: sehr kompakte und praktische Bauform, gute Fotoqualität, drahtlose Verbindung, 3,5 Zoll Monitor Negativ: Nur bis 10 x 15 cm Fotos, enorm hoher Stromverbrauch, keine Angaben über Lärmentwicklung, eingeschränkte Betriebssystemwahl Henkeltop von Canon Mit dem ES40 der Canon Selphy Serie erhält der Kunde ein sehr praktisches Gerät für den mobilen Einsatz. Die Form erinnert an eine Tragtasche und hat durchaus einiges für sich. Der Drucker ist leicht zu transportieren (wenngleich andere Mobildrucker leicht als gut 2 kg sind) und benötigt auch im Druckmodus kaum mehr Platz, da die Medienkassetten nicht großartig ausgeklappt werden müssen. Selbst der große Monitor ist gut integriert und liegt passend zwischen den Bedienelementen. Das fördert die intuitive Bedienbarkeit. Die Druckqualität ist für einen Sublimationsdrucker dieser Klasse nicht zu kritisieren. Schön, denn so wurde nicht an dieser Stelle gespart. Kritik ist an anderen Stellen angebracht. Dass man nur bis zum Format 10 x 15 drucken kann, mag ja noch angehen. Aber überraschend hoch ist der Stromverbrauch. Dafür kann man zwei DIN A3 Standgeräte laufen lassen.
Superfotos mit dem Epson StylusPhoto R800 EPSON StylusPhoto R800 A4 color USB2.0 Inkjet 17ppm 5760x1440dpi
Positiv: schneller Tintenstrahler, Firewire, sehr hohe Auflösung, hervorragende Fotoqualität Negativ: nur bis 255 g/m² Mediengewicht, nur Apple und Windows Betriebssysteme, keine Angaben zu Lärmemission und Stromverbrauch Hochleistender Epson StylusPhoto R800 mit variablen Tröpfchen Der Kampf um den besten Fotodruck geht in eine neue Runde. Der Tintenstrahler ist hier eh im Vorteil, da seine Farbtiefe unerreicht bleibt. Jetzt wendet Epson auch noch variable Tintentröpfchen (1 bis 5 Pl) an. Zusammen mit den 8 Farbpatronen ergibt sich ein Maßstab an Druckqualität, an dem sich viele Konkurrenten die Zähne dran ausbeißen. Schön ist, dass der Epson auch als Alltagsdrucker für normale Farb- und SW-Aufgaben geeignet ist. Mancher exquisiter Fotodrucker benimmt sich dabei wie ein Sportwagen, dem die Fahrt durch die Innenstadt nicht bekommt. Nicht so der R800. Schon allein das Papierhandling spricht für seine Flexibilität und Solidität. Dass das Mediengewicht nicht über 255 g/m² sollten ambitionierte Hobby- und professionelle Fotografen allerdings beachten. Ebenso gilt es sich an die Betriebssysteme von Apple und Windows zu halten. 4,6 Sterne
EPSON StylusPhoto R800 A4 color USB2.0 Inkjet 17ppm 5760x1440dpi
Canon Selphy CP780 im Miniformat CANON Selphy CP780 weiss Fotodrucker 10x15cm 6,7cm 2,5 Zoll LCD automat. Bildoptimierung rred eye Korrektur - Akku optional NB-CP2L
Positiv: sehr leichter und kompakter Sublimationsdrucker, Akkubetrieb möglich, automatische Rote-Augen-Funktion Negativ: kleiner Monitor, geringe Auflösung, maximal 10 x 20 Format Der Canon Selphy CP780 erleichtert den Transport Die herausragenden Vorteile des 780er zeigen sich darin, dass er – im Vergleich zu normalen Kompaktfotodruckern – noch einmal kompakter und leichter ist und ferner auch mit dem optionalen Akku betrieben werden kann. Daraus ergibt sich ein Höchstmaß an Mobilität. Als besondere Funktion integrierte Canon noch die automatische Rote-Augen-Reduzierung. Vergleicht man den 780er mit ähnlichen teuren Konkurrenzprodukten, so ist schnell festzustellen, was die besonders kompakte Gehäuseform an Einsparungen nach sich zieht. Ein HP A636 kann größere Bilder drucken (bis 13 x 18), ist deutlich schneller und zeigt eine bessere Bildqualität, was sich vor allem in der enormen Farbtiefe widerspiegelt. Selbst der Stromverbrauch des HPs ist auffällig niedriger. Dazu kommt noch der um 1 Zoll größere Monitor. Aber der HP ist eben nicht so transportfreundlich.
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