Festplatten
Die Bezeichnung
Festplatten ist in der Computersprache zum Synonym für Dauerspeicher geworden. Sie beherbergen Daten vielerlei Arten. Das können beispielsweise das Betriebssystem, diverse Programme und selbst angelegte Dateien sein. In den Anfangstagen der Personal Computer waren Festplatten noch ein Luxus. Spiele und Textverarbeitungsprogramme mussten nach jedem Neustart des PCs mühsam von Diskette oder Kassette (bzw. Datasette, Tonband) geladen werden. Die Vorbereitung des Computers konnte also durchaus mehrere Minuten bis zu einer halben Stunde in Anspruch nehmen. Festplatten sind demgegenüber eine erhebliche Erleichterung.
Die Geschichte der Dauerspeicher drückt sich in den Generationen aus. Allerdings sind diese Informationen schon etwas verschlüsselt. Die Bezeichnung
Festplatte P-ATA 3,5 Zoll etwa gehört zu einer schon seit 1989 auf dem Markt befindlichen Generation von AT-Bus- bzw. IDE-Festplatten. Die Zollgröße 3,5 deutet auf einen Desktop-PC hin, während für Notebooks das kleinere Gehäuse
Festplatte P-ATA 2,5 Zoll genutzt wird.
Abgelöst wurden die P-ATA (auch ATA oder PATA) - Festplatten von den S-ATA-Bauteilen. Und auch hier steht eine
Festplatte S-ATA 3,5 Zoll für das größere Gehäuse, das in der Regel im stationären Rechner Verwendung findet, und die
Festplatte S-ATA 2,5 Zoll für das kleinere Gehäuse für Laptops. Dabei ist zu beachten, dass die mechanischen Ansprüche an eine 2,5 Zoll Platte ungleich höher sind, als es etwa bei der 3,5 Zoll Platte der Fall ist. Im Laptop ist wenig Platz und auch die Kühlung ist nicht so optimal.
Die P-ATA- und S-ATA Festplatten unterscheiden sich grundlegend von den
Festplatten SCSI (korrekte Aussprache: Skasi), ein professioneller Bus-Standard, der erstmals 1986 definiert wurde. Eine Reihe von Nachfolgermodellen folgte den SCSI-Festplatten der ersten Generation. Auch SCSI-Festplatten sind in 2,5 und 3,5 Zoll Format zu haben.
Noch mehr für den Profianwender sind die
Festplatte Fibrechannel, die
Netzwerk-Festplatten und die
Raid Systeme konzipiert. Das FC-Protokoll (Fibre Channel) optimiert unter Mithilfe eines Kontrollers das Aufpacken der Daten auf eine Festplatte. Normalerweise werden die Daten relativ planlos verstreut. Fibre Channel nutzt dagegen das ganze Potential einer guten Sortierung. Mit Netzwerkplatten bezeichnet man jene Festplatten, die ähnlich wie
Festplatten Extern als eigenständiges Peripheriegerät funktionieren.
Raid Systeme dienen ebenfalls der Datenspeicherung innerhalb eines Netzwerkes. Die Grundidee ist die Nutzung mehrerer Festplatten als ein einziges logisches Laufwerk. Zur größtmöglichen Sicherheit der Daten werden diese beispielsweise immer gleich auf zwei Platten zwischengelagert. Erleidet eine dieser beiden völlig identischen Platten einen Defekt, so kann sie ausgetauscht und mit den Daten der anderen Platte neu beschrieben werden.
Die ein oder andere exotische Festplattenart ist in der Kategorie
Festplatte sonstige aufgelistet. Die Abteilung
Festplattenzubehör führt Gehäusebauteile, Transportgeräte, Kontroller, Kabel, Adapter usw.