Fernsteuerungen
Gern neigt man dazu, Fernsteuerungen als Luxus einzustufen, dabei kann die Kommunikationseinheit zwischen Sender und Empfänger durchaus auch für die bessere Nutzung eines Gerätes verantwortlich sein. Nicht immer kann das empfangende Hauptgerät direkt bedient werden. Zu den Gründen gehört sicher auch die Überbrückung der Entfernung zum Gerät. Fernbedienbarkeit reduziert jedoch oft auch die mechanische Belastung des Gerätes. Als Beispiel ließe sich das Türschloss bei einem Auto anführen. Im Bereich der Hifi- und Studiotechnik kannte man früher schon Beispiele dafür. Im gewissen Sinne ist ja auch der Tonarmlift beim Schallplattenspieler eine Art Fernbedienung, die ein meist schonenderes Aufsetzen des Tonarms bzw. der Nadel ermöglichte. Beim Fotografieren mit extrem langer Belichtungszeit kann die Fernbedienung das Verwackeln verhindern, das bei einer Auslösung per Hand fast unumgänglich ist.
Im Bereich von TV und HiFi hat sich seit vielen Jahren die Verwendung von Fernbedienungen eingebürgert. Zahlreiche Funktionen lassen sich schon gar nicht mehr am Gerät ausführen, sondern nur noch mit dem Sender. Durch die Verknüpfung von Computer und Fernsehen werden Fernsteuerungen auch immer öfter im multimedialen Bereich eingesetzt und bedienen dabei PCs oder Notebooks. Da oft eine ganze Reihe von Geräten ihre eigene Fernbedienung mitbringt, bietet die Industrie seit langem bereits so genannte Universal- oder lernfähige Fernbedienungen an (etwa bei Philips Fernsteuerungen oder Logitech Fernsteuerungen). Zum Bereich Fernsteuerungen gehören allerdings auch Thermostatregler, die nicht im Thermostatgehäuse untergebracht sind, sowie Jalousiesteuerungen (siehe BSC Fernsteuerungen). Mit diesen oft auch programmierbaren Sendern lassen sich Zyklen festlegen, in denen das Empfangsteil Aufgaben ausführt. Wer etwa in den Urlaub fährt, kann so das abendliche und morgendliche Betätigen der Jalousien bestimmen, sodass das wertvolle Heim nicht unbewohnt wirkt.
Bei den Fernsteuerungen für den PC geht der Trend zur Nutzung der USB Technik. Ein USB Empfänger kann in den Computer gesteckt werden und überträgt so die Steuersignale des Senders. Mit der zunehmenden Nutzung von Notebooks als multimediale Zentrale ist dies eine sehr interessante Möglichkeit. Entsprechende Produkteinheiten finden sich beispielsweise in den Programmen Techsolo Fernsteuerungen sowie Terratec Fernsteuerungen. Der Infrarot-Empfänger braucht dann als USB-Stick nicht extra konfiguriert werden. Auf die sonst übliche Treiberinstallation wird verzichtet.
Bei lernbaren Fernbedienungen ist darauf zu achten, dass sie genügend Spielraum bieten, um wirklich alle Geräte damit bedienen zu können. Es macht wenig Sinn, wenn man im Wohnzimmer die Anzahl der Fernsteuerungen von beispielsweise sieben Stück auf zwei reduziert. Es wäre dann schon praktisch, wenn gleich alle Geräte, die über eine Empfangseinheit verfügen, einbezogen werden.
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