Diskettenlaufwerke
Diskettenlaufwerke oder Floppy Disks (englisch für Kunststoffscheibe) gehören der Geschichte an. Sie waren in den Anfangstagen der Homecomputer ein technisches High-Endprodukt und den bei Commodore C64 und Co. verwendeten Kassettenlaufwerken haushoch überlegen. Inzwischen sind sie fast gänzlich vom Markt verschwunden und schon vor der Jahrtausendwende begannen die Computerhersteller auf den Einbau des Diskettenlaufwerks zu verzichten. Ein rudimentärer Rest dieser Zeit zeigt sich bei der Auflistung von Laufwerken, die der Rechner verarbeiten kann. Laufwerk A und B sind meist verwaiste Laufwerksbuchstaben, die früher von den Floppy Disks belegt wurden. Mit C wird die Festplatte bezeichnet, weitere Buchstaben sind für weitere (neuere) Laufwerksarten sowie virtuelle Laufwerke im Gebrauch, wobei es sich nicht automatisch immer um ein mechanisches Laufwerk handeln muss.
Die Hauptnachteile der Diskette waren und sind die geringe Kapazität (die 3,5 Zoll Diskette kam auf maximal 1,44 MB während eine einfache DVD bereits 4700 MB speichert), ihre geringe Betriebssicherheit (gegen Verschmutzungen, Feuchtigkeit und Magnetismus) und ihre sehr langsamen Zugriffszeiten.
Bei dieser Entwicklung mag es verwundern, dass nach wie vor Diskettenlaufwerke von diversen Herstellern präsentiert werden. Sie sind sogar mit der Zeit gegangen und präsentieren sich heute fast ausschließlich als externe Laufwerke mit USB - Anschluss. Allerdings verwenden einige Hersteller wie etwa
Freecom Diskettenlaufwerke als Bezeichnung für LTO Bandlaufwerke. Die Kundschaft verfügt vor allem in Bezug auf diverse Musikgeräte (programmierbare Keyboards) über massenweise Disketten, die immer noch wichtige Daten beherbergen.
In dem umfangreichen Programm
HP Diskettenlaufwerke sind Geräte für den Einbau in PCs, Servern oder Workstations sowie externe Geräte aufgelistet. Auch
Fujitsu Diskettenlaufwerke zeigen diesen Variantenreichtum. Im Wesentlichen unterscheiden sich die Angebote der beiden Profi-Hersteller kaum von den Modellen, die bei
Acer Diskettenlaufwerke oder
Delock Diskettenlaufwerke bereitstehen. Dies gilt auch für die
Digitus Diskettenlaufwerke sowie
Iomega Diskettenlaufwerke.
Vorteile bieten Disketten heute noch bei der Datensicherung von Dateien, die größenmäßig gut in das Kapazitätsschema der FDDs hineinpassen. Wer beispielsweise Textdateien gesondert archivieren möchte, kann dies hervorragend mit den Disketten. Bei der Entwicklung immer größerer Datenträger wird manchmal die Handhabbarkeit kleiner Dateien (Texte, einzelne Bilder mit niedrigem Speicherbedarf) übersehen. Disketten erlauben hier eine mechanisch nachvollziehbare Sortierung. Dies gilt durchaus auch für MP3-Formate.