Diktiergeräte
Grundsätzlich kann ein Diktiergerät natürlich auch von Privatpersonen genutzt werden, doch in der Regel handelt es sich dabei um ein Gerät, das im professionellen Einsatz zu sehen ist. Es trennt das Formulieren vom Schreiben - und das nicht nur in personeller Hinsicht, sondern auch in der zeitlichen Abfolge. Mit dem Diktiergerät kann eine Person Beobachtungen oder Gedanken formulieren und eine andere Person verschriftet diese zu einem späteren Zeitpunkt. Allerdings muss es sich nicht automatisch um eine andere Person handeln. Es gibt beispielsweise viele Forscher, die bei der Beobachtung ein Diktiergerät verwenden, um dann anschließend das Gesehene zu verschriften. Die Trennung von Sprechen und Schreiben schafft Freiräume und Unabhängigkeiten bei der Arbeit. Entsprechend sind Diktiergeräte konzipiert.
Ihre Besonderheiten bestehen beispielsweise darin, dass sie in der Regel ein kompaktes Aufzeichnungsgerät darstellen. Die Klangqualität ist dabei von geringerer Bedeutung. Wichtiger ist etwa der schnelle Wechsel des Tonträgers bzw. Speichers oder die Möglichkeit, einen großen Speicher zu verwenden, wie dies digitale Diktiergeräte mit Flashspeicher bieten. Die Funktionalität ist für das Besprechen und ggf. auch für das Abschreiben optimiert - sofern für das Transcribieren nicht ein externes Gerät genutzt wird. Bei der Verschriftung bieten sich Fußtasten für die Bedienung an, damit die Hände auf der Tastatur bleiben können. Das spart erheblich Zeit. In Sachen Verarbeitungsqualität ist auch das Diktiergerät der professionellen Welt zuzuordnen. Daher sind Gerät und Tonträger robust gestaltet.
Die Digitalisierung hat auch die Welt der Diktiergeräte revolutioniert und vereinfachte zum Teil noch einmal die Bedienung. Ein besonderer Aspekt digitaler Medien sind die zusätzlichen Möglichkeiten bei der Weiterverarbeitung des gesprochenen Textes. Hier kann das Abschreiben beispielsweise durch Softwareprogramme übernommen werden. Leider zeichnen sich viele dieser Programme noch durch eine hohe Fehlerquote aus, weshalb eine Nachbearbeitung meist unumgänglich ist. Aber die Entwicklung ist hier noch lange nicht abgeschlossen.
Olympus Diktiergeräte decken ein weites Spektrum vom S 701 bis zum digitalen Notetaker DS-75 ab. Dieser Sprachrecorder verfügt über einen internen 4 GB Speicher, was bei der MP3-Technik ein beruhigendes Kapazitätspolster bedeutet. Auch das Programm
Sony Diktiergeräte unterscheidet sich wenig. Im Einsteigerbereich herrschen Geräte vor, die Kassetten verwenden, bei den teureren Produkten sind Flashspeicher verbaut.