Desktop Publishing
Über 500 Jahre nachdem der Mainzer Johannes Gensfleisch, besser bekannt unter dem Namen Johannes Gutenberg, die Herstellung und Vervielfältigung von Druckerzeugnissen durch die Verwendung von beweglichen Lettern revolutionierte, folgte 1985 ein entscheidender Einschnitt in die Entwicklung der Verfahren zur Erstellung von Schriftsätzen. Beteiligt waren die Entwickler von Apple, Adobe, Aldus und Linotype, später kam auch noch die Firma Quark dazu. Das Desktop Publishing, kurz DTP (in Abgrenzung zu nichtprofessioneller Schriftsetzerei auch als Electronic Publishing bezeichnet), ermöglichte die Erstellung eines Schriftsatzes am Computer mittels der Computersprache PostScript (Seitenbeschreibungssprache), die gleichzeitig auch Druckmaschinen bedient. Dies ist auch der entscheidende Vorteil des Desktop Publishings: Die vom Autor erstellten Texte lassen sich direkt in die Typografie übernehmen und mit der elektronischen Bildverarbeitung (EBV) sowie etwaiger Grafiken kombinieren und dem Druck zuführen.
Diese Technik, die sich auf Software und Hardware auswirkt, wird beispielsweise zur Erstellung von Katalogen oder Werbeheftchen verwendet. Auch Zeitungsverlage und –redaktionen setzen auf diese DTP Programme bzw. den noch fortschrittlicheren Redaktionssystemen. Zielsetzung ist dabei, dass die Arbeitsschritte von der Erstellung von Bildern, Grafiken und Texten bis zur Vervielfältigung vereinfacht wird. Zu den wesentlichen Grundlagen dieser Vereinfachung gehört die flexible Handhabung mit diversen Dateien und Dokumenten. Dabei verfassen die Autoren ihre Texte unformatiert. Die Texte lassen sich so den Notwendigkeiten bei der Gestaltung der Seiten anpassen. Gemeint sind damit etwa Zeilenbreite, Umbruch, Hervorhebungen usw.
Die im Programm Adobe Desktop Publishing aufgeführten Anwendungen beziehen sich auf spezifische Arbeitsbereiche des DTP. Dazu gehört natürlich die Grafik- und Bildbearbeitung. Doch Adobe zeigt, wie vielfältig entsprechende Softwareprodukte ausgelegt sein können. In der Liste finden sich unter anderem Produkte wie Acrobat 9, Acrobat Pro, After Effects, Captivate (Büroanwendung), ColdFusion (Entwicklungstool), Contribute, Creative Suite (Publishing, Webdesign), Dreamweaver, Fireworks (Animation), Flash Pro usw. Von praktisch jeder Produktreihe gibt es unterschiedliche Versionen, die sich entweder an dem vorhandenen Betriebssystem, der bevorzugten Sprache oder dem finanziellen Spielraum (entsprechend umfangreich ist die Anwendung) orientiert.
Wie vielfältig Desktop Publishing Software ist, zeigt auch die Spannbreite der Preise. Schon knapp über 50 Euro sind hervorragende Grundprogramme zu bekommen. Wird Software aus der Kategorie professionelles Highendprodukt erwünscht, so reichen die Preise bis tief in den vierstelligen Bereich. Geboten werden Anwendungen, die durch jahrelange praxisnahe Weiterentwicklung optimiert wurden.
Alle Preise gelten inklusive der gesetzl. MwSt. und sind in Euro ausgezeichnet.
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