CD-R
Die CD ist das erste digitale Speichermedium gewesen, das den Massenmarkt erobert hat. Sie war als Nachfolger der Schallplatte konzipiert und hat diese inzwischen weitgehend verdrängt. Das war Anfang der 1980er Jahre und nur kurze Zeit später hielt die Silberscheibe auch in den Homecomputern Einzug. Die Möglichkeiten dort haben wesentlich den Erfolg der CD gefördert. Jetzt war es möglich, ein Speichermedium in Herstellerqualität selbst zu erzeugen. Man konnte sich Musiktitel - etwa von Schallplatte oder Tonband bzw. Kassette - über den Rechner auf die CD brennen und diese ebenso verwenden, wie eine gekaufte CD. Die Fehlerkorrektureinheit, die bei fast allen CD-Spielern Standard ist (wenn auch von zum Teil erheblich unterschiedlicher Qualität und Leistungsfähigkeit), sorgte dafür, dass ein Großteil der Störungen, die beim hauseigenen Brennvorgang oder durch unsachgemäßen Umgang mit der Silberscheibe entstanden, kaum oder gar nicht zu hören war.
Obwohl die DVD praktisch all das kann, was auch der CD gegeben ist, und darüber hinaus auch noch als vollwertige Videoscheibe dienen kann, wurde die CD noch nicht von der DVD verdrängt. Der allerdings sitzt der Nachfolger, die Blu-Ray - Disc (kurz BD), bereits im Nacken. Sogar Erben der BD sind schon in der Erprobungsphase. Die CD dagegen bleibt sowohl als Musikdatenspeicher als auch beim Computer (Programme usw.) interessant. Die CD-R kann auch idealerweise zum Sichern kleineren Dateien oder Ordner (beispielsweise Fotodaten, Texte) verwendet werden.
Die Herstellung und der Verkauf der CD-R
Rohlinge ist also nach wie vor Teil des Tagesgeschäftes vieler Hersteller wie beispielsweise die Abteilungen
Actebis CD-R,
Maxell CD-R und
Philips CD-R. In umfangreicheren Programmen finden sich dann auch diverse Paket- und Spindelgrößen. Dies zeigen etwa die Rubriken
Fuji CD-R und
Memorex CD-R sowie
Sony CD-R und
Imation CD-R. Bei der Schreibgeschwindigkeit ist das 52-fache erreicht. Darin unterscheiden sich die Angebote recht wenig. Die Kapazität liegt überwiegend etwas unterhalb des technisch Machbaren (900 MB = 90 min. Musik- bzw. Tonaufzeichnung). Gängig sind beispielsweise 700 MB.
In vielen Haushalten haben CDs und vor allem CD-Rs bereits einen großen Platzbedarf angezeigt. Da kommt dann nicht selten die Frage nach der sicheren Entsorgung auf. Sicherheit bedeutet hier, dass die auf der CD vorhandenen Daten nicht von Unbefugten eingelesen werden können. Gern wird dabei auf das Mikrowellengerät verwiesen. Das kann zwar die Daten hervorragend löschen, allerdings besteht ein hohes Gefährdungsrisiko für das Gerät und die Personen in unmittelbarer Nähe. Wesentlich besser ist das Schreddern. Diese Funktion beherrschen auch immer öfter die beliebten Reißwölfe (Aktenvernichter).