Backup Multiuser
Zwei wesentliche Merkmale sind die Hauptargumente, die bereits in den Anfangstagen der Computerentwicklung dafür sprachen, die elektronischen Speichersysteme den nichtelektronischen (Papier, Aktenordner usw.) vorzuziehen. Zum einen lassen sich (eingelagerte bzw. archivierte) elektronische Daten leichter und vielseitiger verarbeiten, zum anderen können (schon bei der Erstellung) Korrekturen besser vorgenommen werden. Arbeitsberichte lassen sich beispielsweise schneller am PC erstellen als an der Schreibmaschine, da bei notwendigen Verbesserungen (etwa Schreibfehler ausmerzen, Aktualisierungen vornehmen usw.) die Daten schnell angepasst werden können. Werden ältere Berichte wieder benötigt, so können sie einfach neu geladen und weiterverarbeitet werden. Wenn zum Beispiel frühere Planungsvorhaben aufgrund veränderter wirtschaftlicher Bedingungen wieder aktuell werden, so ist es bei elektronischen Daten erheblich einfacher, diese Präsentationen hervorzuholen und sie für neue Mitarbeiterbesprechungen zu bearbeiten.
Dafür ist es allerdings notwendig, dass die Daten, die praktisch pausenlos im betriebsinternen Netzwerk entstehen, stetig gesichert werden. Dieser Vorgang wird Backup genannt und sollte möglichst automatisch funktionieren, um ihn nicht vom menschlichen Erinnerungsvermögen abhängig zu machen. In einem Unternehmen stellt dies eine komplexe Betriebsamkeit dar, für die ausgeklügelte Software notwendig ist. Zahlreiche Hersteller bieten hierfür entsprechende Anwendungen mit Mehrfachuserlizenzen an. Die Multiplizierung der Lizenzen gleicht dabei einem Mengenrabatt, denn dieselbe Anzahl an Einzellizenzen wäre teurer. Zudem macht es Sinn, wenn innerhalb eines betriebsinternen Netzwerkes diese Tätigkeit von einem einheitlichen System erledigt wird. Damit bekommt man dann auch das inzwischen dritte Merkmal der Hauptargumente für Computer in den Griff: Elektronische Daten lassen sich aufgrund ihrer geringen räumlichen Ausdehnung leichter weltweit verschicken. Gleichzeitig bricht natürlich auch eine Datenflut seitens des Internets in das eigene Netzwerk ein.
Das Angebot
Computer Associates Backup Multiuser offeriert eine Vielzahl von Produktlinien, die beispielsweise unter den Bezeichnungen OLP ARCserve Backup Client oder OLP XOsoft r12.5 High Availability zusammengefasst sind.
EMC Backup Multiuser nennt seine Produkte Retrospect. Auch dieses Programm deckt mit gut 10 bis über 2500 Euro ein breites Spektrum ab.
HP Backup Multiuser laufen dagegen unter den Reihen Storage, Data Protector oder andere und sind deutlich weiter oben angesiedelt. Die Bezeichnung Storage taucht auch bei
Veritas Backup Multiuser auf. Bei
Yosemite Backup Multiuser bevorzugt man die Bezeichnungen Server Backup oder Desktop / Laptop Backup.
Ein ähnlich umfangreiches Programm wie Computer Associates (kurz CA) präsentiert auch
Symantec Backup Multiuser. Zu unterscheiden sind die Angebote unter anderem anhand der Produktserien wie EXP-A, EXP-D oder EXP-S.