Presenter
Presenter erinnern bautechnisch und von ihrer Nutzung her an eine Mischung aus Fernbedienung und Laserpointer. Diese Beschreibung der Presenter trifft auch deren Funktionalität recht gut. Laserpointer gehen in ihrer Tradition zurück auf die Lichtzeiger, die schon in den 50er Jahren bekannt waren (etwa von Rhaco). Sie ersetzten bei der Präsentation von Filmen oder Dias den Zeigestock, der im verdunkelten Raum recht inneffektiv war und zudem einen unerwünschten, langen Schatten auf die Leinwand warf. Zuweilen gab der Schatten Grund für Belustigungen, was dem Vortrag abträglich war. Der Lichtzeiger, eine spezielle Form der Taschenlampe, erweckte dagegen den Eindruck hochprofessioneller Ausstattung. Dies funktionierte auch beim Laserpointer ab den 1960er Jahren, der sich die Leuchtkraft der Laserdiode (und damit der sogenannten Rayleigh-Streuung) zunutze macht. Die Laserdiode kann ihre enge Verwandtschaft zur Leuchtdiode (LED), ebenfalls ein Halbleiter-Element, nicht verleugnen.
Kaum älter als der Lichtzeiger ist die drahtlose Fernbedienung. Deren Etablierung auf dem Massenmarkt dauerte allerdings bis in die 1980er Jahre an, als TV-, Video- und Hi-Fi-Geräte fast ausschließlich Infrarotfernbedienungen verwendeten.
Presenter sind eine noch recht junge Weiterentwicklung von Fernbedienung und Laserpointer und dienen der Bedienung eines Computers, während dieser im Rahmen einer Präsentation Bilder auf eine Leinwand projiziert. Damit erspart der Presenter die in einer solchen Situation umständliche Bedienung per Maus und Tastatur und gibt dem Vortragenden genau die Bewegungsfreiheit, die er benötigt.
Wichtigste Merkmale beim Presenter
Absolut empfehlenswert ist die Funk- bzw. WLAN-Verbindung (siehe
Wireless LAN im Unterschied zu
Bluetooth Erweiterungen). Wer sparen will und auf Infrarot setzt, wird schon beim ersten Vortrag die Nachteile zu spüren bekommen, denn mit der Infrarotverbindung muss der direkte optische Kontakt zum Empfänger am PC bzw. Notebook erzeugt werden. Vor allem, wenn der Presenter auch noch mit einem Laserpointer ausgestattet ist, gibt das sich abwechselnde Ausrichten auf die Leinwand und auf den Rechner viel Spielraum für Verwirrungen. Das macht auf keinen Fall einen guten Eindruck und führt zur Verunsicherung des Vortragenden. Denn ein wesentlicher Aspekt der gesamten Präsentations-Technik sollte der sein, dass sich der Referent voll und ganz auf den Vortrag konzentrieren kann. Die Technik sollte im Hintergrund funktionieren und intuitiv bedient werden können. Ein Presenter mit Infrarotverbindung ist hier keine gute Wahl.
Ob ein Laserpointer integriert sein sollte, ist natürlich letztlich eine Frage der individuellen Nutzung. Wer sicher auf ihn verzichten kann, wird keinen Mehrpreis dafür investieren. Doch bei den meisten Presentern ist der Laserpointer inzwischen Standard und mit der Zeit auch durchaus gut brauchbar.
Bei der Formensprache lehnen sich manche Presenter an die Vorlage einfacher Fernbedienungen an. Andere sehen dagegen eher wie eine Computermaus an. Auf jeden Fall sollte beim Kauf auf die gute Bedienbarkeit geachtet werden. Versteckte kleine Schalter sind da nicht immer die optimale Lösung. Nicht ganz uninteressant ist die maximale Betriebsentfernung. Man mag meinen, dass 15 m großzügig berechnet ist, doch viele Vortragsräume sind weitaus größer. Referenten, die gern auf die Zuschauer zugehen, sollten dies beim Kauf einplanen.
Marktübersicht: Presenter
Inzwischen bieten mehrere Hersteller wie etwa
Logitech,
Kensington oder
Fujitsu Presenter an. Auch
Samsung,
Genius und
Microsoft sind präsent. Ein durchaus vielschichtiges Programm ist bereits im Bereich bis 50 bzw. 60 Euro zu finden. Für eine gelungene Präsentation ist das Produktfeld also schon angenehm preiswert und vielfältig.
Kompatibilität
Das am häufigsten für Präsentationen verwendete Programm stammt von Microsoft und heißt Powerpoint. Es ist üblicherweise Teil des MS-Office-Pakets (etwa Microsoft Powerpoint 2007) und hat sich vielfach bewährt. Logischerweise sollte ein Presenter demnach kompatibel mit MS Windows Betriebssystemen sein. Powerpoint Presentation ist allerdings auch die Hauptaufgabe der meisten angebotenen Presenter. Auch preisgünstige Modelle sind in der Regel mit mehreren Generationen der Windows Betriebssysteme kompatibel.
Alternative
Als Alternative zur Leinwand (Prejektionswand;
Lautsprecher ist in der Regel fest integriert), die vom
Beamer (eigentlich: Projektor) angestrahlt wird, der wiederum bei der Präsentation per Presenter bedient werden kann, wird nicht selten von einigen Herstellern der übergroße Touchscreen-Monitor beworben. In der Praxis ist die Beamer-Notebook-Presenter-Kombination meist einfacher, preiswerter und überzeugender. Zudem kann die Bedienung eines Touchscreen-Monitors während eines Vortrages bei großen Bilddiagonalen sehr anstrengend werden. Auch bei der Auflösung zeigen sich Beamer meist im Vorteil gegenüber Bildschirmen, die PC-Daten auf Großformate vergrößern.