Netzwerk

 
 
 
 
 
 

Netzwerk

Lange Zeit war ein Hauptthema beim Computer die Geschwindigkeit. Diese wurde von der Rechnerleistung vorgegeben, die wiederum von diversen PC Komponenten wie Prozessor, Mainboard, Kontroller, Arbeitsspeicher, Grafikkarte usw. bestimmt wurde. Die Geschwindigkeit eines Rechners machte sich in der Regel immer an Mangelerscheinung deutlich. Toleriert werden konnten noch Langsamkeit, wenn sie nicht direkt auf die Arbeit und das Spielen, also das Anwenden von Software, einwirkte. Beispielsweise kann der Hobby-Anwender durchaus damit leben, wenn es der Computer nicht schafft, mehrere pixelreiche Fotos gleichzeitig zu öffnen. Bei der professionellen Arbeit ist dies kaum zu akzeptieren.

Inzwischen sind die meisten Desktop PCs und Notebooks derart leistungsfähig, dass ein mangelndes Tempo bei normalen Aufgaben kaum zu bemängeln wäre. Technisch gesehen sind viele Rechner - sowohl im professionellen wie auch im privaten Bereich - oft viel schneller und leistungsfähiger, als die meisten Anwender dies benötigen, wenn man mal davon absieht, dass Betriebssystem und diverse Programme heute deutlich mehr Anforderungen an die Hardware stellen, als noch vor 15 Jahren.

Allerdings werden Computer immer mehr vernetzt - sei es mit dem Internet oder in einem internen Netzwerk. Hier taucht das Problem mit dem Tempo erneut auf, wenn es darum geht, Daten zu übertragen bzw. auszutauschen. Der Laie merkt dies vor allem dann, wenn er beispielsweise kabellose Verbindungen nutzt wie etwa Wireless LAN. Bei Notebooks besteht die Möglichkeit, sie per Internet-Stick einzubinden. Dabei wird ein Sender/Empfänger-Modul in USB-Stick-Bauweise verwendet, das per Handy-Netz den Weg ins World Wide Web findet. Die Datenübertragung ist oftmals spürbar langsamer.

Das Tempo bei der Datenübertragung zum Internet ist vorrangig dann ein Problem, wenn der Zugang nicht als Flatrate geschaltet ist, sondern Zeit Geld ist. Verlangsamtes Downloaden ist dagegen für die meisten privaten Anwender lediglich ein Ärgernis. Anders sieht dies im professionellen Bereich aus. Ziel ist die möglichst ohne Zeitverlust erfolgende Übermittlung von Daten. Dies gilt sowohl für den Zugang zum Internet als auch für firmeninterne Netzwerke. Eine ganze Reihe von Produkten steht zur Verfügung, nicht nur das Netzwerk zu erweitern, sondern auch den Datenfluss zu beschleunigen.

Wie das funktioniert lässt sich am Beispiel von Hubs und Switches aufzeigen. Beim Hub handelt es sich um einen Knotenpunkt von Netzwerkleitungen. Hierbei werden die Signale ggf. entrauscht und verstärkt (für die Signalregeneration werden auch Repeater & Transceiver eingesetzt), jedoch weder analysiert, noch bewertet oder gar gesteuert. Switches dagegen sind aktive Weichen. Sie können ebenso wie Hubs als Knotenpunkte eingesetzt werden, analysieren jedoch die Datenströme und ordnen sie ggf. bestimmten Adressaten zu. Da auch mehrere Signale gleichzeitig bzw. parallel verarbeitet und ggf. gepuffert (Puffer: temporärer Zwischenspeicher) werden können, ergibt sich ein deutlich höheres Tempo der Datenverarbeitung. Es können sogar an ein und demselben Port Daten gesendet und gleichzeitig empfangen werden (Voll-Duplex-Modus). Das rechnerisch 8-fach höhere Tempo als bei einem vergleichbaren Hub lässt sich in der Praxis jedoch selten erreichen. Die technische Raffinesse, die im betrieblichen Alltag die Kommunikation zwischen verschiedenen Rechnern untereinander, mit dem Hauptrechner und mit dem Internet, verbessert, hat jedoch auch ihre Tücken. Ein großes Problem stellt die Fehlersuche dar, wenn es innerhalb des Datennetzes zu Störungen kommt. Da hier im Gegensatz zu Hubs nicht auf allen Leitungen dasselbe Datenpaket unterwegs ist, kann die Diagnose langwierig sein. Die technischen Unterschiede erklären, warum Switches auch preislich in einer ganz anderen Region spielen. Viele Firmen entscheiden sich für das schnellere Verfahren mit dem Einsatz von Switches und sichern die Betriebssicherheit mit Serviceverträgen ab. Für den Aufbau des betriebsinternen Netzwerkes offeriert der Handel zahlreiche Artikel wie etwa Netzwerkadapter, Netzwerkgeräte und Netzwerkspeicher. Ergänzt werden die Produktlinien durch Netzwerkzubehör sowie Netzwerkkomp. Zubehör.

Router werden sowohl im professionellen wie im privaten Bereich genutzt, um Computernetzwerke miteinander zu verbinden. Vor allem für den Hobby-Anwender ist der Router, der den Zugang zum Internet ermöglicht, von hohem Interesse, erlaubt er doch den preiswerten und simplen Aufbau eines hauseigenen Computernetzwerkes. Seit einigen Jahren schon sind praktisch alle Computer und Notebooks mit einer Etherneteinheit ausgestattet und können so mit dem World Wide Web kommunizieren. Dazu benötigen sie allerdings eine Netzwerkkomponente für die Verbindung mit dem Telefon- bzw. Internetnetzwerk. Üblicherweise sind auch einfache Router, die der Kunde beim Abschluss eines Vertrages mit einem Provider erwirbt oder erhält, mit Anschlüssen für mehrere Endgeräte ausgestattet. Die meisten bieten sogar zusätzlich eine kabellose Verbindung. Es können also neben dem Telefon und ggf. auch Faxgerät noch stationäre und mobile Rechner angeschlossen werden. Auch bei Druckern und Multifunktionsgeräten sind immer häufiger entsprechende Ausgänge vorhanden, die es erlauben, diese direkt an den Router anzuschließen.

Über den Router kann so ein internes Netzwerk aufgebaut werden. Dazu ist es nicht mehr nötig, jedes Endgerät extra mit einer Netzwerkkarte auszustatten. Per Betriebssystem können die Rechner angemeldet werden und bei jedem Computer kann für jeden Ordner, jedes Programm und jede Datei entschieden werden, ob sie für das interne Netz freigegeben werden.

Interessant ist auch die Möglichkeit, Peripheriegeräte über das Netzwerk anzusteuern. So lassen sich ältere, an sich nicht netzwerkfähige Drucker einbinden. Ein fast schon ausrangierter Monochrom-Tintenstrahler macht sich so mit preiswertem Textdruck nützlich.
 
Merkliste