Kontroller SATA
Kontroller (wahlweise auch
Controller; aus dem Englischen für Regler), insbesondere auch Kontroller SATA (serial-ATA), dienen allgemein der Steuerung von Vorgängen. Im PC-Bereich ist ein Kontroller in der Regel eine Steuereinheit der
Hardware. Gesteuert wird die Datenzufuhr bzw. der Datentransfer, etwa zwischen Prozessor und Festplatte. Allerdings sind klassische Festplatten-Controller heute eher unüblich, da viele
Festplatten von Haus aus bereits über einen Kontroller verfügen. Das gilt beispielsweise generell für die
Festplatten SCSI. Viele als Controller bezeichnete Bauelemente sind lediglich
Adapter. So wird gern der Begriff IDE-Controller für Host-Bus-Adapter verwendet. Doch seit der Einführung von IDE (Integrated Drive Electronics) sind die Kontroller in der Festplatte untergebracht. Auch bei anderen Speicherbauteilen oder externen Speichern wie beispielsweise Speicherkarten gibt es Beispiele für integrierte Kontroller. Und natürlich gibt es auf dem Motherboard (üblich im Bereich der Northbridge; siehe auch
Motherboards) bzw. direkt im Prozessor Speicherkontroller als Bindeglied zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher. Mit Kontroller SATA sind nun jene für den SATA-Datenweg zwischen Prozessor und Festplatte konzipierten Kontroller gemeint.
Welche Aufgabe hat nun ein Kontroller SATA? Im Detail sind die Aufgaben bei Speicherkontrollern, Festplattenkontrollern und Speicherkartenkontrollern durchaus unterschiedlich. Aber im Wesentlichen kümmert sich der Kontroller um das Wie bei der Übermittlung der Daten. So kann ein Kontroller den Zugriff der Daten beeinflussen, die Daten zielgesichert ablegen bzw. schichten usw. Durch die Fähigkeit, Daten zwischenspeichern zu können, werden ihre Möglichkeiten erheblich erweitert.
Man kann sich das in etwa bildlich so vorstellen, als würden mehrere Personen daran beteiligt sein, locker herumliegende Mauersteine unterschiedlicher Größe aufzustapeln. Wenn die stapelnde Person nur einen Stein halten kann, so muss sie jedes Mal, bevor ihr ein neuer Stein angereicht wird, den vorherigen Stein auf dem Stapel abgelegt haben. Das kann manchmal zu ungünstigen Packsituationen kommen. Kann der Packer aber mehrere Steine zwischenlagern (etwa mit einem Bauchladen), so ist ein passgenaueres Packen möglich. Auch das bekannte Computerspiel Tetris kann man als Beispiel gut heranziehen. Dabei könnte man wesentlich optimierter packen, wenn man mehrere herunterkommende Steine zwischenlagern könnte. Allerdings darf dabei die Übersicht nicht verloren gehen. Das macht auch die Entwicklung des Computer-Kontrollers so spannend. Ihm steht bereits eine minimalistische Art der Entscheidung zur Verfügung, die unter der Prämisse bestmöglichen Wissens erfolgen muss. Als Mensch würde man beim Steinaufstapeln schnell ins Straucheln kommen, wenn man mit zwei Armen agiert und noch einen Bauchladen zur Ablage hätte. Voraussetzung ist auf jeden Fall die Fähigkeit, parallel neue Steine in den Bauchladen stecken und andere Steine diesem entnehmen und optimiert aufstapeln zu können.
Es wird schnell deutlich, warum eine hohe Leistungsfähigkeit des Kontrollers gefragt ist. Denn dadurch lassen sich Arbeitsabläufe erheblich verbessern. Dies gilt um ein Vielfaches mehr bei der Verarbeitung von synthetisierten Computerdaten, als etwa der Arbeitstechnik eines Menschen, wo andere Faktoren weitaus wichtiger sind. Sind aber komplexe Handlungen in einzelne Bits großer Anzahl zerlegt, ist das optimierte Abspeichern sehr wichtig.
Markt
Ein häufiges Beispiel der zusätzlichen Installation von einem Kontroller SATA ist die Integration weiterer Festplatten. Diese großen Datenspeicher werden angesteuert, gleich ob es sich um Produkte von
ADAPTEC (Steckkarten),
DELOCK (Adapter) oder
Digitus und
Manhattan (jeweils Steckkarten) handelt. Ebenfalls ist die Art der Ausführung sehr unterschiedlich. Die Varianten SATA PCI CARD, SATA PCI Express oder RAID SATA belegen die Vielfalt. Mit eSATA sind auch externe Versionen erhältlich. Mit einem RAID Kontroller SATA lassen sich komplexe Sicherungssysteme aufbauen.
Stichworte wie PCI und PCIe bzw. PCI Express und USB 3.0 sowie RAID zeugen von einer elitären Umgebung moderner Hardware-Architektur. Damit hat sich Serial ATA als Nachfolger von ATA etabliert. Demzufolge lösen natürlich auch Kontroller SATA die ATA Controller ab.
Alternativen zu Kontroller SATA
Im weiten Reich der Netzwerk- und Computerarchitektur gibt es neben dem Kontroller SATA noch einige andere Lösungen, wobei die Abgrenzung auch aus technischer Sicht nicht immer ganz eindeutig ist. Da wären etwa Kontroller Fibre Channel für extrem schnelle und umfangreiche Datenübertragungen, Kontroller Firewire und Kontroller SCSI sowie
Raid Controller zur Nutzung mehrerer Festplatten als ein logisches Laufwerk.