HDMI Kabel
Seit Anbeginn des Fernsehzeitalters bemüht man sich um Standards ebenso wie um Qualitätsmerkmale. Ziel ist die Kundenfreundlichkeit durch ein hohes Maß an Kapazität. Gleichzeitig soll der Kunde aber auch immer wieder für die jeweils neue Qualitätsstufe begeistert werden. Das ist dann letztlich kaum anders als bei einem Waschmittel, das jedes Jahr neu erfunden wird und immer das Beste aller Zeiten ist. Auch beim Schnittstellenstandard HDMI, insbesondere geht es dabei um die HDMI Kabel, also die Signalwege, verhält sich dies ähnlich. Immerhin hat der HDMI Standard für eine Vereinheitlichung der volldigitalen Übertragungswege und für einen übergreifenden Kopierschutz (DRM = Digital Rights Management; digitales Rechtemanagement) gesorgt. Eine spürbare Verbesserung der Datenübertragung per HDMI Kabel ist dabei nicht zu leugnen. Das war in den Augen mancher Fachleute und vieler Kunden auch dringend notwendig. Denn der revolutionäre Wechsel zur Digitalisierung der Datenübertragung ging nicht automatisch mit der erhofften Qualitätsverbesserung einher.
Dabei konnten die Probleme an mehreren Eckpunkten festgemacht werden. Der Reifegrad der Analogtechnik ist in knapp 100 Jahren Entwicklung derart hoch, dass die Digitaltechnik dies logischerweise nicht in wenigen Jahren aufzuholen vermag. Ferner ist es schon typisch, dass bei der Einführung neuer Systeme meist verschiedene Entwicklungsteams zu Werke gehen und entsprechend unterschiedliche, in der Regel miteinander wenig oder gar nicht kompatible Lösungen entwerfen. Kaum weniger bedeutend ist der Umstand, dass sich solche Entwicklungen sowohl im professionellen wie im privaten Bereich etablieren müssen. Und bei der Verarbeitung und Übertragung von Audio- und Videosignalen ist der professionelle Bereich sehr vielschichtig. Man kann dies einfach am Beispiel der Fernsehtechnik deutlich machen. Zunächst eroberte die digitale Videoaufzeichnung die vor allem kleineren Schnittstudios und Fernsehgesellschaften. Schrittweise zogen die Rundfunkgesellschaften nach und schlussendlich nutzen auch Firmen intern mittlerweile digitale Videotechnik. Hier differenziert sich auch sehr schön die Profitechnik (Herstellung von Videodaten) vom Bereich Business (Anwendung und Weiterverarbeitung von Videodaten innerhalb von Firmen. Für den Laien mögen die Unterschiede marginal sein. Doch in der professionellen Praxis treffen nicht selten mehrere Generationen der Entwicklung aufeinander. Die Folge ist, dass ein Standard wie HDMI, der allerdings vorrangig für den privaten Bereich (Home Entertainment) konzipiert wurde, immer auch möglichst universell kompatibel sein muss, ohne dass Leistungsverluste drohen. Das ist keinesfalls eine einfache Übung.
Einsatz der HDMI Kabel
HDMI steht für High Definition Multimedia Interface. Das Wort Interface zeigt, dass es sich um eine Schnittstelle handelt. In diesem Fall geht es um den Schnittstellenstandard für die volldigitale Audio- und Videoübertragung. Nachdem in den 1980er und 1990er Jahren immer mehr Komponenten der Heim-Audio- und –Videoanlage(n) durch Geräte ersetzt wurden, die die digitale Datenverarbeitung nutzen und der Wunsch bestand, beides mit dem
Computer (und dem Internet) zu verbinden, in dem ja auch die Daten digital vorliegen, war es nur logisch, endlich auch für eine Datenübertragung zu sorgen, die die jeweils doppelte Wandlung der Signale (digital > analog, analog > digital) unnötig machte. HDMI Kabel sind nicht die ersten Digitalkabel, aber HDMI ist der erste umfassende und weitgehend universelle Digitalstandard für die Datenübertragung im Bereich des Home Entertainments. Der Standard wird allerdings fortentwickelt wie beispielsweise die Versionen HDMI 1.4 oder HMDI 1.4a zeigen, jedoch wird auf eine größtmögliche Kompatibilität geachtet.
HDMI Kabel verbinden TV-Geräte (bevorzugt Flachbildmonitore),
Blu-Ray- und
DVD Rekorder / Player, CD-Player,
Multimedia Player,
Spielekonsolen wie die PS3, Computer und
Notebooks (vgl. etwa MacBook pro HDMI) und vieles mehr miteinander. Somit kann das hochauflösende Fernsehen HDTV seine vielfältigsten Wege durch das multimediale Heimkino finden.
Wie früher
Eins hat sich praktisch gar nicht geändert durch die Präsentation der HDMI Kabel. Der Kostenaufwand für die Kabel, also für die Datenübertragung ist nach wie vor nicht gering. Zumindest gilt dies dann, wenn der Datenweg nicht zu einem Verlustgeschäft geraten soll. Schon in der Hochzeit der Hi-Fi-Geräte war die Erfahrung vor allem für die Geldbörse schmerzhaft, dass das Klangerlebnis nicht unwesentlich von der Qualität der Kabel abhing. So sollte man auch beim Thema HDMI Kabel nicht auf Nummer „Billig“ gehen. Produkte von
Digitus bzw.
Assmann, von
Belkin,
Intos Inline,
JouJye und allen voran von
DELOCK zeugen von hoher Qualität. Insbesondere dann, wenn die HDMI Kabel und
Adapter öfter mal gelöst und neu gesteckt werden, etwa bei mobilen Komponenten, sollte im wahrsten Sinne des Wortes nicht am falschen Ende gespart werden.