Nettop
Die Grundtendenz der Computerentwicklung hat sich seit über 50 Jahren kaum verändert. Ziel der Ingenieure ist immer wieder aufs Neue, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, während der Platzbedarf reduziert wird. Vergleicht man nun Geräte aus den Anfangstagen der Personal Computer, so stellt sich deren Platzbedarf im Büro kaum anders dar, als etwa bei einem modernen
Desktop PC mit dem üblichen Zubehör wie Multifunktionsdrucker, 24 Zoll Breitbildmonitor, Dolby-Surround-Anlage usw. Viel entscheidender für den benötigten Raum als die Gerätegeneration ist die Ausstattung. Die Leistungsfähigkeit hat sich allerdings um ein Vielfaches erhöht. Funktionen wie Bild- und Videobearbeitung, Fernsehen und Internet sind dazugekommen und heute besitzt der typische Haushalt Computer mit einer Rechenleistung, die 1969 noch nicht mal beim Flug zum Mond zur Verfügung stand. Allerdings ist der Bedarf an höherer Leistung (und damit einhergehend an schnelleren Rechnern) nicht einzig auf die tatsächlich nutzbaren Möglichkeiten zurückzuführen. Schon die Speicherkapazität einfacher Programme heutiger Computer hätte die Rechner der 1980er bei weitem überfordert. Ein "Betriebssystem" wie Becker Text II hatte noch auf zwei Disketten Platz. Windows Vista sorgt dagegen selbst im nicht aktiven Betriebszustand schon für eine CPU-Auslastung von 450 MB RAM. Die sparsamste Installation von Vista benötigt 7 GB Festplattenspeicher, wofür man rund 5000 Disketten benötigen würde. Besser sind 15 GB Platz auf der Festplatte.
Die Verführung, die Geräte immer kleiner zu gestalten, erklärt natürlich das Interesse an Notebooks. Mobile Rechner sind seit Jahren der Renner und werden wieder größer, was sich vor allem auf das Bildschirmformat bezieht, wenn der Laptop auch als Fernseher agieren soll. Andererseits lassen sich Notebooks auch wesentlich kompakter gestalten. Wer beispielsweise auf ein optisches Laufwerk verzichten kann und auch nicht die Super-PC-Komponenten-Ausstattung benötigt, wird vielleicht auch mit einem Mini-Notebook mit weniger als 10 Zoll Bildschirmdiagonale glücklich.
Eine andere Variante ist das Nettop, das zwar auf Notebook Komponenten aufbaut, aber auf den Monitor und die Eingabegeräte verzichtet. Dafür machen sie eine schlanke Figur und zeigen sich auch sparsam im Umgang mit Strom. Immer mehr Hersteller präsentieren hier diverse Modelle, die auch preislich interessant sind. Zu den Produzenten gehören beispielsweise
Acer Nettop sowie
Asus Nettop,
Shuttle Nettop und natürlich
HP Nettop. Das umfangreichste Angebot findet sich aber bei
MSI Nettop. Der Einstieg beginnt mit dem MSI Wind Nettop PC 2713, das mit 1 GB Arbeitsspeicher, 1,6 GHz Single Core Prozessor, 320 GB Festplatte und einem DVD Brenner zu überzeugen weiß. Am anderen Ende der Leistungsskala bietet der PC 3325 bereits
Intel Dual Core - Technologie.